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Jens-Ekkehard Bernerth

29. Januar 2010
Englische Anwaltskanzlei jagt Urheberrechtsverletzer: Anwaltskanzlei überzieht England mit Abmahnwelle wegen illegaler Downloads Bild vergrößern 937 1469 http://img3.magnus.de/Abzocke-mit-Abmahnungen-r937x1469-C-6c872bb2-8855711.jpg
Englische Anwaltskanzlei jagt Urheberrechtsverletzer

Anwaltskanzlei überzieht England mit Abmahnwelle wegen illegaler Downloads

Die britische Anwaltskanzlei ACS:Law hat in den letzten Tagen tausende Abmahnschreiben an Leute geschickt, die im Verdacht stehen, illegal Musik heruntergeladen zu haben. Dies geschah jedoch ohne Ab- beziehungsweise Zustimmung der englischen Musikindustrie, berichtete die öffentlich-rechtliche britische Rundfunkanstalt "BBC" am Freitag.

Die britische Anwaltskanzlei ACS:Law hat in den letzten Tagen tausende Abmahnschreiben an Leute geschickt, die im Verdacht stehen, illegal Musik heruntergeladen zu haben. Dies geschah jedoch ohne Ab- beziehungsweise Zustimmung der englischen Musikindustrie (BPI), berichtete die öffentlich-rechtliche britische Rundfunkanstalt "BBC" am Freitag.

Ein Sprecher sagte gegenüber der "BBC", dass die BPI die Vorgehensweise von ACD:Law nicht gut heiße und es auch nicht stillschweigend dulden werde. Zwar würde die Plattenindustrie illegales Downloaden nicht ignorieren, jedoch sei der BPI der Meinung, dass sich rechtliche Schritte nur bei den Straftätern bewährt machen, die in großem Umfang gegen die Gesetze verstoßen, insgesamt sollte ein derartiges Vorgehen aber gründlich abgewogen und nicht vorschnell angewendet werden.

Dem Bericht zufolge haben sich 150 Bürger, die sich in Punkto Filesharing nichts zu Schulden haben kommen lassen, an die britische Verbraucherzentrale Which gewendet. Weitere 100 haben einen Anwalt eingeschaltet, der der Meinung ist, dass die Beweisführung von ACD:Law vor Gericht einen schweren Stand haben würde, da die Beschuldigten entweder die Tat zugeben müssten oder aber ihre Festplatten durchsucht werden müssten.

Die Abmahnanwälte selbst sehen das anders, ein Sprecher gab gegenüber der "BBC" an, dass die verwendeten Methoden zum Aufspüren von Copyright-Verletzungen äußerst akkurat sind. Dabei würde das System nur Up-, nicht Downloads überwachen. Dementsprechend hätte die Firma kein Problem damit, am Ende vor Gericht zu ziehen, um die Ansprüche ihrer Klienten - unter anderem aus der Porno-Industrie - geltend zu machen.



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