
Pit Klein
AT&T rudert im iPhone-Streit zurück - TV-Aufzeichnungen über UMTS
Der US-amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T hat nach einem fast einjährigen Streit um den Empfang von Videosignalen über UMTS-Verbindungen auf dem Apple iPhone eingelenkt.
Das Unternehmen kündigte am Donnerstag (Ortszeit) an, in Zukunft Benutzer des Streaming-Receivers SlingBox nicht mehr aus dem Mobilfunknetz auszusperren. Das Gerät empfängt Satelliten- oder Kabelfernsehen, komprimiert die Signale und reicht sie dann als IP-Pakete über eine Internet-Verbindung weiter. Als Empfänger dient auch das iPhone, das AT&T exklusiv in Nordamerika verkauft. Dort muss eine kostenpflichtige App installiert werden, die unter anderem auch die Programmmierung von TV-Aufzeichnungen zulässt.
Bislang sperrte sich der Telekommunikationsriese gegen die Nutzung in seinem 3G-Netz, weil er eine zu hohe Belastung durch Videodaten fürchtet und damit Probleme bei ganz normalen Handy-Nutzern. Folge: Der SlingPlayer ließ sich in der Vergangenheit nur mit WLAN-Verbindungen zu einer Zusammenarbeit mit dem iPhone überreden. Sling Media will seine Software nun schnellstmöglich anpassen. Erst vor kurzem hatte AT&T auch den VoIP-Service Skype über seine Netze freigegeben - die kostenfreie Telefonie bedroht das klassische Geschäftsmodell des Anbieters. Andererseits kann er wegbrechende Einnahmen durch den Abschluss von Internet-Flatrates wieder auffangen.
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