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Pit Klein
Bundesdatenschutzbeauftragter Schaar: Überall wird geschnüffelt
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat eine hohe Dunkelziffer unbekannter Fälle bei der Überwachung von Mitarbeitern deutscher Unternehmen kritisiert.
"Es gibt offenbar einen regen [...] Austausch zwischen den Sicherheitsabteilungen großer Unternehmen. Möglicherweise sind bei der Kooperation auch personenbezogene Daten im Spiel. Und teilweise bedient man sich sogar derselben Detekteien. Aber es gibt natürlich keine schriftlichen Protokolle über solche Vorgänge. Ich vermute, die Dunkelziffer ist hoch", sagte Schaar dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).
Der Datenschützer beklagte sich gleichzeitig über die Häufung von Missbrauchsfällen gerade bei Staats- oder Ex-Staatsfirmen wie der Post oder der Telekom. "Mitarbeiter zu überwachen, ist eine sehr weit verbreitete Praxis", erklärte Schaar. Er bezeichnete gleichzeitig die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes als "nicht befriedigend", aber eine "deutliche Verbesserung" gegenüber der bisherigen Regelung. Schaar forderte den Bundestag auf, den Kompromiss schnell zu verabschieden. So haben Unternehmen in Zukunft beispielsweise eine Mitteilungspflicht bei schweren Datenschutzpannen.
Schaar ist seit sechs Jahren Bundesbeauftragter für den Datenschutz und wird diese Funktion noch bis 2013 ausüben.
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