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Jens-Ekkehard Bernerth, Andy Ilmberger
Deutsche Kinofassung von "Wolverine" geschnitten?
Die deutsche Fassung von "X-Men Origins: Wolverine" ist nach Angaben des Branchendienstes Schnittberichte.com zensiert. Der Verleih Fox hingegen beharrt darauf, dass die FSK-16-Fassung ungekürzt sei.
Die deutsche Fassung des Kinoknüllers "X-Men Origins: Wolverine" ist nach Angaben des Branchendienstes Schnittberichte.com zensiert. Mindestens zwei Szenen sollen der Schere zum Opfer gefallen sein, die US-amerikanische Version hingegen sei nicht gekürzt worden, hieß es.
Betroffen ist laut Schnittberichte.com eine Szene, in der Wolverine nach einem Hubschrauberabsturz eine Benzinspur mit seinen Krallen entzündet. Im Anschluss daran explodiert das Wrack mit einem schwer verletzten Gegenspieler.
Ist die Szene im Trailer noch zu sehen (siehe im Video unten bei Minute 1:18), ließ der Verleih 20th Century Fox die wenigen Sekunden angeblich aus der Kinoversion entfernen: Wolverine entfernt sich von dem Wrack, das Bild wird schwarz ausgeblendet. Außerdem soll die Erschießung eines älteren Farmerpärchens um ein paar Trefferszenen erleichtert sein.
Fox widersprach unterdessen der Darstellung von Schnittberichte.com. Die für 16-jährige freigegebene Version sei ungekürzt, eine geschnittene Fassung existiere nicht, sagte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage von magnus.de. Was denken Sie? Haben Sie den Film gesehen und sind Ihnen besagte Kürzungen aufgefallen? Diskutieren Sie mit im Forum...
Wolverine-Trailer
Unstrittig scheint hingegen der Erfolg des Action-Streifens "X-Men Origins: Wolverine". US-amerikanische Kinobesitzer sowie die Filmproduktions-Firma 20th Century Fox zeigen sich höchstzufrieden mit dem Kinostart des X-Men-Ablegers. Am Premieren-Wochenende vom 2. bis 3. Mai spielte der Film nach Angaben von 20th Century Fox rund 87 Millionen US-Dollar (knapp 66 Millionen Euro) alleine in Nordamerika ein.
Rechnet man alle weltweiten Einnahmen hinzu, liegen die Gewinne sogar bereits bei 160 Millionen US-Dollar. Dabei liegen die Einahmen für den Filmkonzern derzeit noch unter dem Optimum, weil in Mexiko auf Grund der Schweinegrippe der Premierenstart verschoben wurde. Trotzdem verbucht der unzerstörbare Wolfsmensch allein mehr Gewinne, als noch zusammen mit seiner gesamten X-Men-Crew. Zum Vergleich: "X-Men – Der letzte Widerstand" (2006) erreichte am Startwochenende rund 103 Millionen US-Dollar, "X-Men 2" von 2003 schaffte etwa 86 Millionen und der Erstling der X-Men Trilogie "X-Men" aus dem Jahre 2000 konnte circa 55 Millionen Dollar einspielen.
Der Film "X-Men Origins: Wolverine" mit dem australischen Superstar Hugh Jackman in der Hauptrolle beschreibt als Prequel der X-Men-Trilogie, wie der vermeintlich normale Junge James "Logan" Howlett seine genetischen Superkräfte entdeckt und wie diese dann später durch ein militärisches Experiment zusätzlich verstärkt werden. Logan beziehungsweise Wolverine lies sich auf diese Experimente ein, um Rache zunehmen an seinem Bruder und mittlerweile Todfeind Sabretooth, weil dieser seine Frau kaltblütig ermordete. In weiteren Hauptrollen sind noch die Hollywood-Stars Liev Schreiber (Sabretooth) und Ryan Reynolds (Deadpool) zu sehen.
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