
Ulrich Klein
Fraunhofer fordert Wissenschaftsdebatte - Politik in der Kritik
Die Forschungseinrichtung Fraunhofer Gesellschaft hat Kritik an den derzeitigen Kanzlerkandidaten geübt. "Wissenschaft, Forschung und Technologie werden offenbar in der nächsten Legislaturperiode keine große Rolle spielen", gab die Gesellschaft am Montag in einer Pressemitteilung bekannt. Deshalb sei eine Wissenschaftsdebatte nötig.
Während des Kanzlerduells am vergangenen Sonntagabend erwähnte Angela Merkel laut den Forschern die Begriffe "Forschung" und "Bildung" erstmals 60 Minuten nach Beginn des Duells. Als Argument für die Zukunft Deutschlands hätte sie die beiden Begriffe noch einmal in ihrem Schlusswort gegen 22 Uhr ausgesprochen. Ihr Kontrahent Frank-Walter Steinmeier soll die Wörter "Forschung" und "Bildung" überhaupt nicht erwähnt haben.
Um die Themen Wissenschaft und Bildung stärker in den Fokus zu rücken, hat die Journalistenvereinigung für wissenschaftlich-technische Publizistik TELI e.V. die "Wissenschaftsdebatte 2009 ins Leben gerufen, die die großen Fragen der Forschung diskutieren soll. Dazu formulierten Wissenschaftler der großen Forschungseinrichtungen Deutschlands in einem Fragebogen ihre Wünsche an die Politik. In einer zweiten und dritten Runde nehmen laut Fraunhofer jetzt auch Politiker und Bürger sowie deren zivilgesellschaftliche Verbände zu dem Thema Stellung und runden es ab.
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