
Pit Klein
Frequenzversteigerung: Netzagentur will Kooperation bei Mobilfunkern
Die Bundesnetzagentur will Mobilfunkbetreiber anlässlich der Versteigerung frei werdender Frequenzen für drahtlose Internet-Verbindungen zur Kooperation ermutigen.
"Wir wollen die Bedingungen für den mobilen Zugang zum Internet für die kommenden 20 Jahre erheblich verbessern und die Versorgung kleinerer Dörfer sicherstellen", sagte Behördenchef Matthias Kurth dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Bei der kommenden Auktion solle es deshalb Vorschläge geben, wie die Netzbetreiber ihre Technik teilen könnten.
"Wir wollen dazu niemanden zwingen. Wir geben aber Regeln, wie man nicht nur Antennen, sondern auch die nötige Software oder die Radiotechnologie teilen kann. Die Zeit dafür ist reif, weil der Kostendruck für die Unternehmen steigt", sagte Kurth. Gerade auf dem Land brauche man nicht gleich mehrere Netze.
An Milliardenerlöse wie bei der UMTS-Auktion vor Jahren erwartet der Chef der Netzagentur nicht. "Damals im Jahr 2000 waren die Erwartungen an das Wachstum überzogen, heute sind die Einschätzungen realistischer". Anfang 2010 soll die Auktion stattfinden. Voraussetzung dafür ist die komplette Umstellung aller analogen Frequenzen auf ihre digitalen Pendants. Im Zuge dessen entsteht eine sogenannte "Digitale Dividende" (siehe Kasten). Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben sich gegen eine Versteigerung der Frequenzen ausgesprochen.
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