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Newsredaktion Golem

30. April 2008
Projektionen und andere Geschäftsfelder

Gründerkongress prämiert Multimedia-Ideen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zeichnet seit drei Jahren die besten Geschäftsideen von Multimedia-Unternehmen aus. Die Preisträger bekommen Geld, Unterstützung und schaffen dafür andersherum gut dotierte Arbeitsplätze. Am Mittwoch sind wieder drei Unternehmen beim Gründerkongress ausgezeichnet worden. Mit dabei unter anderem eine Projektions-Technologie aus Weimar.

Der Gründerkongress des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat in Berlin drei Preise für die "Multimediagründungen des Jahres" vergeben. Als Sponsoren und Partner sind Microsoft und Datev mit im Boot. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Preisträger ist unter anderem die Menippos GmbH aus Chemnitz. Sie verknüpfen reale und virtuelle Spielwelt, indem reale Sammelkarten mit integrierten Identifikations-Tags kombiniert werden, die einen Einsatz des Kartenspiels auch auf Multiplayer Plattformen im Internet ermöglichen. Somit können die Kartenbesitzer nicht nur real miteinander spielen, sondern auch virtuell am PC.

Einen weiteren Preis hat die EcoIntense GmbH bekommen. Sie vermarkten das Produkt EcoWebDesk, ein Informationssystem, dass das Umweltmanagement in Unternehmen vereinfacht. Es funktioniert nach internationalen Normen, ist in verschiedenen Branchen einsetzbar und plattformunabhängig.

Ausgezeichnet wurde außerdem die Vioso GmbH, ein Spin-Off der Bauhaus-Universität Weimar. Sie startete im vergangenen Jahr mit einer Technik, die jedes Bild nahezu auf jede Oberfläche projizieren kann. Nach Angaben von Geschäftsführer Benjamin Fritsch ist die Technik bereits im Theater Dortmund angewendet worden, bei den Karl-May-Festspielen wurde in einem gebogenen Flugzeughanger projiziert, ein Steinbruch wurde zur Leinwand, ebenso wie das Wassermuseum in Mühlheim.

Aber Vioso will eigentlich mit ihrer Technik in unsere Handys. Die Projektoren sollen irgendwann so klein sein, dass sie in unsere Mobiltelefone passen.

Der nächste Gründerwettbewerb beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie läuft bereits. Noch bis Ende Juni können Multimedia-Ideen eingereicht werden. Laut Ministerialrat Andreas Goerdeler gibt es pro Jahr etwa 250 Einreichungen. Die Zahl sei inzwischen sehr konstant und zeuge von der Zukunftsfähigkeit des Bereiches. Aus den ausgezeichneten Ideen seien zu 90 Prozent Firmen geworden. Von allen Ausstellern seien es etwa 50 Prozent, die tatsächlich ein Unternehmen gründen. Insgesamt hätten sie jedoch in den Jahren seit Beginn des Kongresses rund "2000 gut dotierte Arbeitsplätze mit Zukunft" geschafften.

Gründerkongress Mulitmedia

Golem



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