
Andy Ilmberger
Hirnforschung für besseres Web-Design von Whiteboxx
Das Marktforschungsunternehmen Whiteboxx analysiert Webseiten mittels neuer Technologie aus der Hirnforschung.
Wie eine gute Web-Site auszusehen hat, darüber scheiden sich oftmals die Geister und letztendlich unterliegt jede Lösung doch wieder weitgehend subjektiven Einflüssen individueller Ideengeber. Das 2005 ins Leben gerufene Marktforschungsunternehmen Whiteboxx aus Hannover macht sich nun eine Technologie aus der Gehirnforschung namens EyeQuant zunutze, um das User-Verhalten bei Websiten besser studieren zu können. Mit Hilfe dieser EyeQuant-Technologie analysiert whiteboxx, welche Bereiche einer Webseite für die menschliche Wahrnehmung besonders attraktiv sind und versucht dadurch die so genannte "Visibility" einer Internetseite genau zu ermitteln. Auf der Basis eines neurowissenschaftlichen Modells simuliert die Technologie das Blickverhalten von Internet-Nutzern. Schließlich geht man davon aus, dass die "Usability", also die Benutzerfreundlichkeit, im direkten Zusammenhang mit der "Visibility" steht.
In eine Vorreiterrolle begab sich das Versicherungsunternehmen "Hannoversche Leben AG", welches seinen Internet-Auftritt mit der EyeQuant-Technik durchchecken lies. Dabei ergab die Analyse, das zentrale Bereiche der Webseiten wie Navigation oder Produktbeschreibungen und Aktionselemente überdurchschnittlich gut wahrgenommen werden. Die Analyse deckte aber auch Schwächen im Webdesign des Versicherungsunternehmen im Vergleich zu Mitbewerbern auf, so das Whiteboxx nach eigenem Bekunden konkrete Empfehlungen geben konnte, wo eventuell noch Blickfänger im Inhaltsbereich integriert werden sollten oder wo sich noch mit anderen Schriften und Farben arbeiten ließe.
Hintergründe zur EyeQunat-Technologie
Die von Whiteboxx genutzte EyeQuant-Technologie wurde am Labor für Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück entwickelt, seit Anfang 2009 bietet sie das Entwickler-Team WhiteMatter Labs GmbH am Markt an. EyeQuant basiert demnach auf über 15.000 Aufmerksamkeits-Messungen bei rund 300 Probanden, deren Wahrnehmungsmuster die Hirnforscher in einer einzigen Software zusammenfassten. Als Spin-Off des Labors für Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück baut WhiteMatter Labs laut eigenen Angaben auf den Technologien und Anwendungen jahrelanger intensiver und erfolgreicher Grundlagenforschung im Bereich der Computational Neuroscience auf.
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