
Pit Klein
Internet-Plattform MySpace entlässt Personal in großem Stil
Die aufgrund außergewöhnlicher Wachstumsraten bislang erfolgsverwöhnte Plattform MySpace muss sparen.
Wie die Tochter des US-amerikanischen Medienriesen News Corp. am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Los Angeles mitteilte müssen rund 30 Prozent des Personal das Soziale Netzwerk unfreiwillig verlassen. Damit reduziert sich die Größe der Belegschaft auf 1.000. Der Abbau der Mitarbeiter betrifft den Angaben zufolge alle Töchter in Nordamerika ohne Ausnahme.
Mit der Reduktion will News Corp., das unter anderem am deutschen Pay-TV-Sender Premiere maßgeblich beteiligt ist, die Plattform effizienter im Markt aufstellen. In den vergangenen Monaten waren auch aufgrund der Wirtschaftskrise Online-Umsätze ausgeblieben. Der Anbieter sei angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes zu schnell gewachsen und "zu groß", sagte News-Corp.-Vorstand Jonathan Miller, der die Geschicke von MySpace indirekt steuert.
Dem Unternehmen steht der Vorstandsvorsitzende Owen Van Natta vor, der erst im April den Mitgründer von MySpace, Chris DeWolfe, beerbt hatte. Über das Netzwerk tauschen Millionen Surfer weltweit Informationen aus. Auch für die Musikindustrie spielt es eine wichtige Rolle. Zu den Rivalen gehört unter anderem Facebook.
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