
Ulrich Klein
Internet soll in 14 Jahren Unterhaltungsmedium Nummer 1 sein
Spätestens 2024 wird das Internet das Unterhaltungsmedium Nummer 1 in Deutschland sein. Das teilte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest am Donnerstag unter Verweis auf eine neue Zukunftsstudie mit. Dennoch soll die demokratische Meinungsbildung weiterhin durch die öffentlich-rechtliche Rundfunkversorgung sichergestellt werden.
Ab dem Jahr 2015 sollen nach Angaben der Marktforscher in Deutschland mehr Menschen das Internet regelmäßig über mobile Endgeräte als über stationäre Computer nutzen. Zukunftsweisende Applikationen seien vor allem Navigations-, Ortungs- und Lokalisierungssysteme, Communities, Assistenten sowie die visuelle Darstellung von umfeldbezogenen Informationen ("Augmented Reality"), hieß es. Die Weiterentwicklung flächendeckender, mobiler Breitbandtechnologie werde eine stimulierende Wirkung auf alle Bereiche der Wirtschaft haben.
Spätestens in zehn Jahren dürften laut TNS Infratest über 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, Europa und den USA das Internet regelmäßig nutzen. Der Überwindung der Digitalen Spaltung gelte in Deutschland besondere Aufmerksamkeit: Die Bundesbürger verfügten im internationalen Vergleich noch nicht über genügende Kompetenzen im Umgang mit den neuen Technologien und Medien, kritisierten die Auguren.
Medienkompetenz wird nach Ansicht der befragten Experten auch im Arbeitsumfeld der Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Zum Studienhintergrund
Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft stellten heute in Berlin die Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" vor. Rund 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurden zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen für die kommenden zwanzig Jahre befragt.
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