
Eric Bonner, mit Material der dpa
Justizminister: Härtere Strafen für Kinderporno-Konsumenten - Internet im Visier
Die Justizminister der Länder wollen gemeinsam härtere Strafen für Kinderporno-Konsumenten durchsetzen. "Wir brauchen ein klares und abschreckendes Signal an die Schmuddel-Mafia. Wer sich kinderpornografische Bilder oder Videos im Internet auch nur anschaut, der muss wissen, dass er dran ist", sagte Sachsens Ressortchef Geert Mackenroth (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe).
Als Vorsitzender der Justizministerkonferenz leitet er an diesem Mittwoch und Donnerstag in Dresden eine Tagung mit seinen Kollegen in Dresden. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.
Erst in der vergangenen Woche ist der Kampf gegen Kinderpornografie im Internet verschärft worden (magnus.de berichtete). Der Bundestag beschloss ein entsprechendes Gesetz mit den Stimmen der Koalition. Das "Zugangserschwerungsgesetz" verpflichtet die deutschen Netzanbieter, den Zugang zu Kinderpornografischen Seiten zu erschweren.
Im Internet sollen dazu künftig Stoppschilder erscheinen, wenn Seiten mit kinderpornografischem Inhalten aufgerufen werden. Mit diesem Warnhinweis soll Benutzern unmissverständlich klar gemacht werden, dass ein Umgehen dieser Sperre für sie strafbar ist. Das Bundeskriminalamt (BKA) will den Internet-Unternehmen ständig aktualisierte einschlägige Adressen zur Verfügung zu stellen. Bevor sie auf der Sperrliste auftauchen, soll zunächst aber versucht werden, diese Web-Seiten löschen zu lassen.
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