
Wolf Hosbach
Mathematiker will Weltwissen berechenbar machen
Der Mathematiker und Entwickler der Software Mathematica, Stephan Wolfram, hat gestern erste Details über seine Wissens-Suchmaschine Wolfram Alpha bekannt gegeben. In einem Vortrag am Berkman Center von Harvard erklärte er, sein Ziel sei es gewesen, „das systematische Wissen, das wir in unserer Zivilisation gesammelt haben, berechenbar zu machen.“
Dabei geht es nicht um Wissen in erzählender Form wie bei Wikipedia, sondern „Wolfram Alpha konzentriert sich allein darauf, uns nur die Fakten über Dinge zu geben.“ Der Anwender gibt in normaler Sprache (Englisch) seine Fragen ein und erhält Berechungen, Graphen, Tabellen, Zusammenhänge. Die Wolfram Alpha-Maschine errechnet Integrale, vergleicht Wetterdaten, ermittelt Marktzahlen oder interpretiert medizinische Werte. Dabei muss sich der Suchende nicht um die Formeln oder Zusammenhänge kümmern, die von der Maschine selbst herausgesucht werden.
Die Wolfram Alpha-Maschine soll das Wissen der zivilisierten Welt berechenbar machen.
Wolfram Alpha
Im Kern stecken vier Komponenten. Die erste ist das Datenmaterial, das Wolfram aus verschiedensten freien und kommerziellen Quellen gesammelt hat. Zweitens die Algorithmen und Methoden, um die Daten zu bewerten und in Beziehung zu setzten. Drittens die Analyse und Interpretation der Sprache der Suchfrage. Und schließlich die Wissensrepräsentation, um dem Anwender das beste Ergebnis des komplexen Materials zu zeigen. Der eindrucksvolle Vortrag über die Wolfram Alpaha-Mascha findet sich auf Youtube: man sieht Wolfram, leider aber ohne Alpha. Die Suchmaschine geht erst in den nächsten Wochen online.
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