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Newsredaktion Golem

3. März 2009
Sonstiges:Wirtschaft

Microsoft, Motorola und Alcatel-Lucent für Frauenförderung

Fünf große IT-Unternehmen wollen sich für gezielte Frauenförderung in der EU einsetzen, um mit mehr qualifizierten, weiblichen Mitarbeitern die Fachkräftelücke zu schließen. Unterzeichner des Kodexes sind Alcatel-Lucent, Orange-France Telecom, Microsoft, Motorola und das Forschungszentren für Nano- und Mikroelektronik Imec.

Fünf große IT-Unternehmen haben einen Kodex für Frauenförderung in der Branche unterzeichnet. Damit verpflichten sie sich, mehr zu unternehmen, um Technikberufe für Frauen attraktiver zu machen. Der IT-Sektor habe erst begonnen, zu verstehen, wie wichtig es ist, Frauen zu gewinnen, um die bestehenden Kompetenzlücken in Europa zu schließen, sagte die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. "Im ITK-Bereich fehlen in Belgien gegenwärtig 10.100 Informatiker, in Polen 18.300, in Italien 2.800, in Frankreich 4.300, in Spanien 41.800 und in Deutschland sogar 87.800", so Reding.

Arbeitsplätze im Bereich der Telekommunikation erwiesen sich in der Krise als sichere Wachstumsquelle und entscheidende Stütze für die Erholung der Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit der EU werde davon abhängen, wie gut es gelänge, qualifizierte Arbeitskräfte, darunter auch Frauen, vor allem in die High-Tech-Branche zu ziehen und dort zu halten.

In der EU würden 2010 voraussichtlich 300.000 Techniker und Ingenieure fehlen, aber nicht einmal jeder fünfte Informatiker sei eine Frau. Nur 7 Prozent der Vorstandsmitglieder der 116 größten IT-Unternehmen seien weiblich. "Deshalb sollten wir uns das Ziel setzen, diese Zahl bis 2015 zu verdoppeln", sagte Reding.

Konkret sei die Einrichtung von Girls Labs oder Computerclubs für Mädchen geplant. Betreuungsprogramme für junge Mütter, damit sie während des Elternurlaubs den Anschluss an die neueste Technologieentwicklung nicht verlieren, würden beispielsweise von Motorola angeboten. IMEC ermögliche flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit, was Müttern zugute komme. Der Mobilfunkbetreiber Orange fördere die Einstellung von Frauen in IT-Jobs, indem Stellengesuche solange offen blieben, bis sich mindestens eine Frau beworben habe.

Golem



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