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Pit Klein

6. Februar 2010
Wieder Krach um Google "Street View": Ministerin Aigner will gegen Googles "Street View" vorgehen Bild vergrößern 937 711 http://img1.magnus.de/Google-Street-View-r937x710-C-46a4ae0-8887906.jpg
Wieder Krach um Google "Street View"

Ministerin Aigner will gegen Googles "Street View" vorgehen

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat den US-Internetkonzern Google massiv angegriffen und scharfe Kritik an dessem Dienst "Street View" geübt.

"Street View" zeigt detaillierte Bilder von Häusern und Straßenzügen. Für den Dienst macht Google Aufnahmen in einer 360 Grad Ansicht und lässt systematisch alle Städte und Gemeinden fotografieren. Die Kamera ist in 2,50 Meter Höhe angebracht, so dass die Aufnahmen meist auch über Hecken und Zäune reichen. Noch sind die Daten deutscher Städte im Internet nicht verfügbar. Eingestellt sind bereits Bilder von Paris, London, schweizerischen Kommunen und weiterer Städte. Menschliche Gesichter werden unkenntlich gemacht. Google legt außerdem Wert auf die Feststellung, dass der Nutzung der Daten widersprochen werden und dann unkenntlich gemacht werden können.

Aigner steht im Kontakt mit dem Innenministerium, "um rechtliche Schritte und mögliche Gesetzesänderungen zu prüfen". Die Ministerin sagte dem "Focus": "Ich setzte mich dafür ein, das bisherige Verfahren umzudrehen. Die Bürger sollten nicht gegen eine Veröffentlichung ihrer privaten Daten widersprechen müssen, sondern Google sollte die Pflicht haben, die Genehmigung der Bürger einzuholen, wenn sie das Foto eines Privathauses veröffentlichen möchten." Aigner begrüßte gleichzeitig, dass auch das Justizministerium Handlungsbedarf sehe. "Ich möchte wissen, wer hat eigentlich die Kontrolle über die Daten?"

Die Ministerin warnte die Internetnutzer

Die Ministerin warnte die Internetnutzer: "Bereits heute besitzt der Suchmaschinen-Konzern Google genauere Personenprofile als jede Regierung dieser Welt." Den Wenigsten sei das bewusst. Vielleicht sei das der Grund dafür, warum viele Nutzer das ohne Protest hinnähmen. "Mich wundert schon sehr, dass wir das so geschehen lassen." Google sei kein kostenloser Service. Alle bezahlten – und zwar mit privaten Daten und dem Verlust der Privatsphäre. "Hier wird versucht, sich Einblick in alle Bereich des Lebens zu verschaffen, um unsere Daten zu Werbezwecken zu vermarkten."



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