
Pit Klein
Netflix kämpft mit dem Datenschutz - Millionen-Gewinnspiel gestoppt
Der US-Videoverleiher und Online-Streaming-Servicve Netflix hat ein Millionen-US-Dollar-Gewinnspiel nach einer Klage wegen Datenschutzbedenken gestoppt.
Vorstandsmitglied Neil Hunt erklärte in einem Blog-Eintrag am Freitag (Ortszeit), dass sich das Unternehmen mit der Kanzlei KamberLaw geeinigt habe, die Aktion einzustellen, um damit einen Prozess zu verhindern. Netflix hatte das Gewinnspiel im vergangenen Jahr gestartet, um mehr über das Verhalten und die Vorlieber seiner Nutzer beim Ausleihen und Betrachten von Spielfilmen zu erfahren und die eigenen Verfahren zu verfeinern. Programmierer wurden aufgefordert, sich die Köpfe zu zerbrechen. Die dafür notwendigen Daten wurden zwar anonymisiert herausgegeben, allerdings stellte sich in der Zwischenzeit heraus, dass sich die Teilnehmer sehr leicht identifizieren ließen.
Der Vorgang landete bei der US-Behörde Federal Trade Commission (FTC). Hunt kündigte an, andere Wege zu finden, um den Online-Service für zahlende Abonnenten zu verbessern. Der Konzern hatte ein erstes Gewinnspiel bereits 2006 ausgerufen. Damals wurden die Teilnehmer aufgefordert, mit zur Verfügung gestellten Daten die Treffsicherheit von Video-Vorschlägen für Kunden zu verbessern. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges wurde im Anschluss die zweite, nun gestoppte Aktion ins Leben gerufen.
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