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12. August 2010
Schwierige Zeiten: Netzwerkausrüster Cisco trotz hoher Gewinne skeptisch Bild vergrößern 937 495 http://img3.magnus.de/image-r937x495-C-29f98e73-36526266.jpg
Schwierige Zeiten

Netzwerkausrüster Cisco trotz hoher Gewinne skeptisch

Geht es mit der IT-Branche weiter nach oben oder neigt sich der Aufschwung schon wieder dem Ende zu? Der Netzwerkausrüster Cisco legt zwar eine positive Zwischenbilanz vor, dämpft aber die hohen Erwartungen der Börse.

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco hat sein jüngstes Quartal zwar mit kräftigen Zuwächsen bei Gewinn und Umsatz abgeschlossen, zeigt sich beim Blick in die Zukunft aber skeptisch. Der Markt sende "gemischte Signale" aus, sagte Cisco-Chef John Chambers. Die Aktie verlor nachbörslich 7,9 Prozent an Wert.

In dem Ende Juli abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz um 27 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar (8,4 Milliarden Euro). Vor allem aus den Schwellenländern kamen viele neue Aufträge herein. Auch die deutschen Kunden bestellten mehr. Der Nettogewinn sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 79 Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Chambers sprach am Mittwoch (Ortszeit) im kalifornischen San Jose von einem weiteren starken Quartal. Cisco habe sich einen höheren Anteil am IT-Markt sichern können.

Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt dafür, dass das weltumspannende Internet läuft. Die Geschäftszahlen des Konzerns spiegeln damit die Investitionsbereitschaft in verschiedensten Branchen wider.

In der Wirtschaftskrise hatten die Unternehmen ihre IT-Ausgaben drastisch zurückgefahren, deshalb hatten sie zuletzt Nachholbedarf. Cisco profitierte kräftig davon; der Marktanteil wuchs. Zusätzliches Geschäft kam durch den Ausbau der Netze, etwa für Videokonferenzen oder Film-Downloads. "Wir werden weiter aggressiv in neue Gebiete vordringen", sagte Firmenchef Chambers.

Chambers geht davon aus, dass sein Konzern im laufenden ersten Geschäftsquartal um maximal 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wächst - und damit deutlich weniger als zuletzt.

Der Marktforscher Gartner rechnet damit, dass die Ausgaben der Unternehmen für neue IT in diesem Jahr lediglich um 2,9 Prozent steigen. Anfang des Jahres war Gartner noch von einem Zuwachs von 4,1 Prozent ausgegangen.

Cisco hat sich zuletzt als Jobmotor erwiesen. Allein im vierten Quartal kamen 2000 neue Stellen hinzu, wie Chambers ausführte. Damit dürfte Cisco die Marke von 70.000 Mitarbeitern durchbrochen haben.



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