
Jens-Ekkehard Bernerth
Online-Kleinanzeige bringt Drogendealer Strafanzeige ein
Diesen Deal hatte sich ein US-Amerikaner anders vorgestellt: In einer Kleinanzeige bei dem Portal "Craigslist" offerierte der 30-jährige unter einem Codewort Marihuana. Doch anstelle von Bargeld setzte es Handschellen.
420 ist in der amerikanischen Kifferszene das Codewort für "High werden mit Marihuana". Ein Code, der nicht nur bei Konsumenten des bewusstseinserweiternden Stoffs bekannt ist. Auch Drogenfahnder kennen die Bedeutung hinter den drei Ziffern.
Einer von ihnen meldete sich bei dem Dealer aus Marlboro, Massachusetts aufgrund seines Inserats bei "Craigslist", in dem der Mann Bedürftigen seine Dienste unter dem Spruch "420 help is here” - also seine Hilfe angeboten hatte. Das berichtete die Tageszeitung "Patriot Ledger" am Mittwoch. Die Telefonnummer war ebenfalls im Inserat zu finden. Der Fahnder bestellte umgerechnet sieben Gramm Gras im Wert von 45 US-Dollar und arrangierte ein Treffen im Verlauf des Tages.
Am vereinbarten Treffpunkt mit dem mutmaßlichen Kunden wurde der Mann mißtrauisch, als der Undercover-Polizist in Begleitung eines Kollegen auftauchte. Als die Beiden die Frage verneinten, ob sie Polizisten seien, sagte der Dealer gemäß Polizeiangaben: "Ich vertraue euch, ihr seht normal aus", und verkaufte den Stoff.
Sein Fall wird nun am 8. Juli vor das Bezirksgericht ub Quincy kommen, in einer ersten Anhörung plädierte er nach Angaben der Zeitung auf "nicht schuldig".
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