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Frank Ziemann
Ransomware: Immer mehr Schadsoftware mit Lösegeldforderungen
Malware muss heute Geld einbringen und so werden Online-Kriminelle nicht müde sich neue Möglichkeiten auszudenken Internet-Nutzern in die Brieftasche zu langen. Eine zunehmend beliebte Methode ist Erpressung.
Hat sich ein Opfer einen Schädling aus der Kategorie "Ransomware" eingefangen, blockiert diese den PC und verlangt ein Lösegeld. Um den Schädling, der den Rechner blockiert, wieder los zu werden, soll das Opfer eine oder gar mehrere SMS an eine teure Premiumnummer senden. Das kostet pro SMS etwa zehn US-Dollar. Im Gegenzug erhält der Betrogene einen Freischaltcode, den er in einem Dialogfenster der Erpresser-Software eintragen muss. Diese gibt den PC dann wieder frei.
Bislang ist diese Methode vor allen in Russland und in Teilen Asiens recht verbreitet. Das Problem hat dort inzwischen erhebliche Ausmaße angenommen. In Russland sollen bereits bis 500.000 solcher Fälle pro Tag auftreten, wie Boris Yampolsky von Kaspersky Lab berichtet. In Europa ist bislang wenig davon zu sehen, da es hier offenbar nicht so einfach ist an entsprechende Premiumnummern zu kommen.
Bereits vor einigen Jahren hatte die Erpresser-Malware "Gpcode" für Schlagzeilen gesorgt. Diese verschlüsselte alle Datei bestimmten Typs, darunter Word-Dokumente. Sie gab sie erst wieder frei, wenn das Opfer das Lösegeld gezahlt hatte. Gpcode verwendete zunehmend bessere Verschlüsselungsmethoden, nachdem Kasperskys Sicherheitsforscher die ersten Varianten immer wieder geknackt hatten.
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