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Pit Klein, mit Material der  dpa

11. Februar 2010
Datenleck und Erpressung bei Krankenkasse: Riesiges Datenleck bei Krankenkasse - sensible Daten weg - Erpressung Bild vergrößern 937 613 http://img2.magnus.de/Datenschutz-r937x613-C-50c7d2e6-8913831.jpg © Picture Alliance/dpa
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Datenleck und Erpressung bei Krankenkasse

Riesiges Datenleck bei Krankenkasse - sensible Daten weg - Erpressung

Bei der BKK Gesundheitskasse, mit 1,5 Millionen Versicherten die größte deutsche Betriebskrankenkasse, hat es nach einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins "Kontraste" ein Sicherheitsleck gegeben.

Nach Recherchen des TV-Magazins hatte die Krankenkasse eine externe Firma mit der Betreuung ihrer Telefon-Hotline betraut. Diese habe einen Subunternehmer angeheuert, der ungelernte Hilfskräfte beauftragte. Die Hilfskräfte hätten von privaten Computern oder Laptops Daten wie medizinische Diagnosen abrufen und speichern können. Der Datenschutzbeauftragte Schaar sagte dem Magazin, bei der Krankenkasse sei offensichtlich beim Schutz personenbezogener Daten vieles versäumt worden. Ein so leichtfertiger Umgang mit Sozialdaten sei ihm noch nicht untergekommen.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Die BKK Gesundheitskasse hat nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ein unbekannter Mann habe in der vergangenen Woche telefonisch nicht konkret bezeichnete Unterlagen zum Kauf angeboten, sagte der Sprecher der Kasse. Der Mann habe damit gedroht, die Unterlagen zu veröffentlichen. Die BKK Gesundheitskasse sei darauf nicht eingegangen. Wieviel Geld der Unbekannte für die Unterlagen fordert, sei nicht bekannt.

Ob tatsächlich Daten in unbefugte Hände gelangt sind, sei derzeit nicht bewiesen. Allerdings habe die Krankenkasse der Firma, die mit der Betreuung der Telefon-Hotline beauftragt war, den Zugang zu ihrem Rechner am Dienstag entzogen. Das Bundesgesundheitsministerium, der Bundesdatenschutzbeauftragte und das Bundesversicherungsamt seien informiert worden.

"Der Gesetzgeber wird bei diesem Anlass dafür sorgen müssen, dass die Sorgfaltsanforderungen an die gesetzlichen Krankenkassen ebenso hoch sind wie bei privaten Krankenversicherungen. Verstöße müssen dort ebenso umfassend geahndet werden können. Der derzeitige Zustand, wonach hochsensible Gesundheitsdaten weniger geschützt sind, als Daten aus Versandhandel, ist inakzeptabel", erklärte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hans-Peter Uhl.



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