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Newsredaktion Golem

27. November 2007
Erste Modelle Ende 2008, mit integriertem Grafikchip erst 2009

Roadmap: Intels Nehalem zuerst ohne integrierte Grafik?

Einer neuen Intel-Roadmap zufolge kommt das nächste Prozessor-Design mit Codenamen "Nehalem" Ende 2008 auf den Markt - allerdings noch ohne Grafikkern. Den will Intel wenige Monate nach Start der neuen Generation nachliefern, dann bereits in einem Prozessor mit acht Kernen.

Dies berichtet die japanische Webseite PC Watch mit Berufung auf eine inoffizielle Roadmap des Chipherstellers. Demnach plant Intel für das vierte Quartal 2008 die Vorstellung des ersten Prozessors mit Nehalem-Architektur, er soll den Codenamen "Bloomfield" tragen. Wie bereits früher bekannt wurde, soll dies der erste Intel-Prozessor mit vier Kernen auf einem Die werden, denen ein L2-Cache von 8 MByte zur Verfügung steht. Laut PC Watch ist dabei zwar ein Speichercontroller für drei DDR3-Kanäle integriert, aber noch keine Grafik-Logik. Dies hatte Intel für Nehalem aber bereits angekündigt.

Das soll nach den neuen Informationen erst im ersten Halbjahr 2009 passieren, dann steht "Lynnfield" auf dem Programm, der vermutlich aus zwei Dies mit je vier Kernen besteht. Der erste Nehalem-Prozessor mit integrierter Grafik soll dann der Notebook-Prozessor "Auburndale" werden - allerdings nur mit zwei CPU-Kernen. Er dürfte die Basis für die neue Centrino-Plattform von Intel für das Jahr 2009 werden. Nicht auf Nehalem basierend, sondern als Nachfolger des UMPC-Chips "Silverthorne" ist "Lincroft" geplant, der als System-on-a-Chip mit integriertem Grafikchip Handheld-Geräte antreiben soll. Alle genannten Prozessoren will Intel mit 45 Nanometern Strukturbreite herstellen.

Sollte sich diese Roadmap bewahrheiten, so verfolgt Intel mit Nehalem wieder die Taktik, die schon mit Penryn eingeschlagen wurde: Zuerst kommt ein für Technik-Fans und Computerspieler gedachter High-End-Chip zum Luxus-Preis kurz vor Weihnachten, bevor dann Monate später die Mainstream-CPUs vorgestellt werden. Bisher hat Intel seine Strategie des "Tick-Tock" mit Wechsel von Architektur und Strukturbreite jeweils im Jahresrhythmus seit Mitte 2006 auf wenige Wochen genau eingehalten.

Intel

Golem News

PC Watch: Intel Roadmap



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