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Newsredaktion Golem

16. Mai 2008
Angreifer können beliebigen Schadcode automatisch verteilen

Safari-Browser: Kritik an Apples Sicherheitspolitik

Kritik erntet das Safari-Team von Apple dafür, dass es zumindest ein gemeldetes Sicherheitsleck im Browser nicht schließen will. Apple stuft dieses nicht als sicherheitsrelevant ein, so dass entsprechende Angriffe weiterhin möglich sind. Ein weiteres Sicherheitsleck soll bald beseitigt werden, einen Termin gibt es aber noch nicht.

Der Sicherheitsexperte Nitesh Dhanjani hatte kürzlich drei Sicherheitslecks in Safari an Apple gemeldet. Eine dieser drei Sicherheitslücken will Apple mit einem Patch beseitigen, die beiden übrigen Sicherheitslecks stuft der Safari-Hersteller nicht als solche ein.

Da der Safari-Browser bei Downloads keine Rückfrage vornimmt, kann ein Angreifer Schadcode in beliebiger Menge entweder auf den Windows-Desktop oder in das Mac-Download-Verzeichnis ablegen, indem ein Opfer zum Öffnen einer präparierten Webseite verleitet wird. Eine Ausführung dieser Programme ist so zwar nicht möglich, aber dies könnte ein anderes Sicherheitsleck übernehmen. Alternativ kann ein Angreifer darauf setzen, dass der Nutzer den betreffenden Schadcode aus Neugierde selbst startet.

Dieses dokumentierte Sicherheitsleck wird von Apple als nicht sicherheits-relevant eingestuft. Das Sicherheitsteam von Apple will eine optionale Rückfrage vor der Durchführung von Downloads als Verbesserungsvorschlag an die Safari-Entwickler weiterreichen. Derzeit ist aber vollkommen unklar, ob eine solche Rückfrageoption jemals in Safari integriert wird.

Das dritte Sicherheitsleck stuft auch Nitesh Dhanjani eher als Funktionswunsch denn als echtes Sicherheitsloch ein. Und zwar bemängelt er, dass Safari nicht warnt, wenn eine lokale HTML-Datei Client-Side-Scripting ausführt. Der Internet Explorer etwa warnt den Nutzer in solchen Fällen. Eine solche Sicherheitsfunktion wünscht sich Dhanjani auch für den Safari-Browser. Diesbezüglich werde nun geprüft, ob sich eine solche Funktion in Safari integrieren lässt.

Nitesh Dhanjani will die Probleme mit der Sicherheitsgemeinde kommentieren und hat daher seine Erkenntnisse veröffentlicht. Dieses Vorgehen wurde von Apple ausdrücklich gebilligt. Nähere Details zu der hoffentlich bald geschlossenen Sicherheitslücke in Safari will Dhanjani erst veröffentlichen, wenn der Patch erschienen ist.

Apple

Golem

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