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Frank Ziemann | Profil | Kontakt

10. August 2010
Guter Name missbraucht:  Scareware tarnt sich als Wireshark Bild vergrößern 937 563 http://img3.magnus.de/image-r937x563-C-6dbaacb5-35707372.jpg
Guter Name missbraucht

Scareware tarnt sich als Wireshark

Ein betrügerisches Antivirusprogramm wird unter dem Namen "Wireshark Antivirus" verbreitet und missbraucht den Namen der bekannten Software für die Netzwerkanalyse. Sowohl Antivirushersteller als auch der Wireshark-Entwickler warnen vor dieser so genannten Scareware.

Gerald Combs, Entwickler von Wireshark, macht in einer Stellungnahme auf seiner Website deutlich, dass weder sein Team noch da hinter ihm stehende Unternehmen CACE Technologies jemals ein Antivirusprogramm entwickelt oder angeboten haben. Betrüger benutzten seinen guten Namen für ihre Zwecke.

Der Antivirushersteller Avira aus Tettnang weist in seinem Blog ebenfals auf die Betrüger-Software mit dem vertrauten Namen hin. Man sei bei der Analyse verdächtiger Dateien auf eine mit dem Dateinamen "wireshark.exe" gestoßen. Bei näherer Untersuchung, auch im Hinblick auf einen möglichen Fehlalarm, haben mam festgestellt, dass es sich um ganz normale Scareware (Fake-AV) handele. Antivir erkenne den Schädling als "TR/Dldr.FakeAV.AZ".

Auch Tom Kelchner von Sunbelt Software warnt im Sunbelt-Blog vor der Scareware mit dem trügersichen Namen. Beim Sicherheitsunternehmen Sunbelt Software, das von GFI übernommen werden soll, ist Francis Montesino auf ähnliche Weise wie Avira auf die Betrüger-Software aufmerksam geworden.

Microsofts Virenlexikon enthält eine ganze Reihe weiterer Namen, unter denen die gleiche Scareware, mit leicht variierter Oberfläche, ebenfalls angeboten wird oder wurde. Der von Microsofts Antivirusprodukten als "Trojan:Win32/FakeScanti" erkannte Schädling wird etwa auch als "Sysinternals Antivirus" oder "Windows Police Pro" verbreitet.


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Sysinternals ist eine von Microsoft übernommene geradezu legendäre Tool-Sammlung von Mark Russinovich und Bryce Cogswell. Auch dieser Name wurde also bereits für Scareware missbraucht.

Zuletzt hatten die Antivirus-Betrüger den Namen des Antivirus-Protals "VirusTotal" für ihre Zwecke genutzt und ein betrügerisches Schutzprogramm namens "VirusTotal 2010" verbreitet.



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