
Newsredaktion Golem
Schwedens Polizei: Kinderpornofilter sind wenig wirksam
Ein Vertreter der schwedischen Polizei hat die Wirksamkeit der in dem Land seit circa vier Jahren eingerichteten Internetsperren gegen Kinderpornografie in Frage gestellt. Die Nutzer könnten die Stopp-Seiten problemlos umgehen.
Die Spärrlista der schwedischen Polizei gegen Kinderpornografie im Internet lässt sich leicht umgehen. Das erklärte der Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström, dem Nachrichtenmagazin Focus.
"Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern", sagte er weiter. Die Zahl der gesperrten kinderpornografischen Sites soll bei 5.000 liegen.
Für Finnland, wo es ebenfalls Internetsperren gibt, hatte unlängst der Grünen-Abgeordnete Jyrki Kasvi kritisiert, dass "bestimmte dieser Filter auch politisches Material gesperrt haben." In Finnland und Schweden wurde bereits mehrfach versucht, diese Filter auch auf Angebote wie den schwedischen BitTorrent-Tracker The Pirate Bay und Glücksspielseiten auszudehnen.
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