
Newsredaktion Golem, Pit Klein
SPD erwägt "Kultur-Flatrate" - Diskussion mit Netzbetreibern
Die SPD erwägt die Einführung einer "Kultur-Flatrate" - das geht aus dem am Sonntag verabschiedeten Wahlprogramm hervor.
Unter der Überschrift "Gerechte Vergütung kreativer Arbeit" heißt es darin: "Wir setzen uns für die Prüfung einer Kulturflatrate ein." Kultur- und Medienschaffende sowie Künstler und Kreative müssten von ihrer Arbeit leben können, begründeten die Sozialdemokraten die eher vage formulierten Pläne.
Urheberrecht und Urhebervertragsrecht sollten "in der digitalen Welt ein angemessenes Einkommen aus der Verwertung geistigen Eigentums ermöglichen". Da durch die Digitalisierung neue Herausforderungen beim Schutz immaterieller Produkte und Güter entstehen, bedürfe es eines "vernünftigen Ausgleichs zwischen Nutzerfreundlichkeit und den Rechten der Kreativen". Wie dies aussehen soll, will die SPD mit Netzbetreiber und ISPs, Rechteinhabern und Verwertungsgesellschaften diskutieren.
"Medienführerschein für Kinder und Jugendliche"
Ebenfalls thematisiert wird in dem Papier ein "Medienführerschein für Kinder und Jugendliche", denn Medienkompetenz sei Schlüsselqualifikation in der Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Dazu will die SPD eine Stiftung Medienkompetenz einrichten und einen Medienführerschein für alle Kinder und Jugendlichen einführen. "Wir wollen überdies, dass der Einzelne sich sicher in der digitalen Welt bewegen kann und lernt, welche Folgen die freiwillige Preisgabe persönlicher Daten haben kann."
Golem
Verwandte Themen






