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Pit Klein, mit Material der dpa
[Update] SAP: Vorstandschef Apotheker geht - neue Doppelspitze
SAP kommt nicht zur Ruhe: Der Walldorfer Software-Riese wechselt überraschend seinen Chef aus und wird künftig von einer Doppelspitze geführt.
Der Vertrag mit dem bisherigen Vorstandschef Léo Apotheker sei nicht verlängert worden, darauf habe sich der Aufsichtsrat geeinigt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Apotheker habe sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Zu gleichberechtigten Nachfolgern seien die beiden bisherigen Vertriebs und Produktentwicklungsvorstände Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe ernannt worden.
Der Aufsichtsrat dankte Apotheker "für seinen enormen Beitrag zum Erfolg der SAP", den er seit seinem Eintritt in das Unternehmen vor mehr als 20 Jahren geleistet habe, und wünschte ihm viel Erfolg für die Zukunft.
Zusätzlich habe der Aufsichtsrat Vishal Sikka, Chief Technology Officer, zum Vorstandsmitglied bestellt, hieß es. Auf Wunsch des Aufsichtsrats werde Hasso Plattner, Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender der SAP, weiterhin eine starke Rolle spielen, um die neue Führung in Fragen der Technologie und der Produktentwicklung zu beraten, hieß es weiter.
"Die Neuaufstellung der Unternehmensspitze soll die Produktinnovationen näher mit den Kundenanforderungen zusammenbringen", sagte Hasso Plattner. Die neue Führung werde die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Fokus auf profitables Wachstum beibehalten und weiter vorantreiben.
Gewinneinbruch und erster Stellenabbau bei SAP
Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste der Walldorfer DAX-Konzern wegen der weltweiten Finanzkrise und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung der Kunden einen Rückgang beim operativen Gewinn von 3,3 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro verbuchen. Unter dem Strich fiel der Gewinn bei SAP von 2,2 Milliarden auf 2,0 Milliarden Euro.
Apotheker hatte SAP in den vergangenen Monaten ein striktes Sparprogramm verordnet. Mehr als 3.700 Stellen wurden gestrichen. Das war der erste Jobabbau in der Unternehmensgeschichte der Walldorfer. Ende des Jahres hatte SAP weltweit 47.800 Arbeitsplätze. Der Konzern gab gleichzeitig im Streit um Wartungskosten mit seinen Kunden nach (wir berichteten).
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