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Ulrich Klein

11. September 2009
Fahren wie auf einer "Carrera"-Bahn: [Video] Deutsche erfinden mobiles Stromladeverfahren für Elektroautos Bild vergrößern 483 253 http://img4.magnus.de/Fahrvergn-gen-der-Zukunft-von-IAV-r483x253-C-771b2ad6-8179318.jpg
Fahren wie auf einer "Carrera"-Bahn

[Video] Deutsche erfinden mobiles Stromladeverfahren für Elektroautos

Das deutsche Ingeneursunternehmen IAV (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) hat am Freitag ein Verfahren vorgestellt, das Elektroautos während der Fahrt mit Strom aufladen soll.

Das Ingeneursunternehmen IAV (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) hat am Freitag ein Verfahren vorgestellt, das Elektroautos während der Fahrt mit Strom aufladen soll.

Induktionsschleifen in der Fahrbahn erzeugen ein Magnetfeld, das die Autos berührungsfrei mit Energie versorgt. Steckdose und ein Kabel sind nicht erforderlich. Lang andauernde Ladeprozeduren oder das aufwendige Wechseln der Batterie können ebenfalls entfallen.

"Im Modellversuch funktioniert unser neues System bereits tadellos", so IAV-Manager Wilfried Nietschke. Zum Beweis führte der Elektroingeneur eine Anlage im Maßstab 1:28 an. Ein Stück "Ladestraße" zur Demonstration und eine Versuchsstrecke im Maßstab 1:1 seien in Niedersachsen geplant, so das Unternehmen.

Das Funktionsprizip nach Faraday

Die IAV macht sich für ihr zukunftsweisendes Projekt die physikalischen und elektromagnetischen Induktionsgesetze nach Faraday zunutze. Stromdurchflossene elektrische Leiter bilden ein elektrisches Feld. Dieses erzeugt unter bestimmten Bedingungen in einem zweiten elektrischen Leiter eine Spannung, obwohl die beiden Leiter sich nicht berühren. Dieses elektrische Feld wird durch stark eisenhaltige Materialien und genau abgestimmte Frequenzen des Wechselstroms so geführt, dass mit hoher Effizienz die Energie vom sendenden zum empfangenden Stromkreis übertragen wird.

In der Praxis wäre laut dem Unternehmen die Fahrbahn mit versenkten elektrischen Leitern bestückt, die ein Magnetfeld erzeugen. Am Unterboden des Elektroautos befände sich als Gegenstück ein berührungsfreier Aufnehmer, in dem der Strom induziert wird. Das kann direkt während der Fahrt geschehen oder auf Vorrat (bis der Akku voll ist) beim Parken.

Der Primärleiter in der Fahrbahn könnte darüber hinaus ein Steuersignal übertragen, mit dem das Auto auf der virtuellen Schiene ferngesteuert werden könnte, so die Forscher Das Prinzip ist von der "Carrera"-Modellautorennbahn bekannt, funktioniert aber auch berührungslos und ohne Schlitz in der Fahrbahndecke.



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