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Ulrich Klein, Mark Schröder

1. April 2008
Einkaufen per Schnappschuss: Wissenschaftler: Handy-Foto ersetzt Kreditkarte Bild vergrößern 278 188 http://img3.magnus.de/Eyeshopping-Handy-Foto-ersetzt-Kreditkarte-r278x188-C-bf4e72eb-5435581.jpg
Einkaufen per Schnappschuss

Wissenschaftler: Handy-Foto ersetzt Kreditkarte

Als Zahlungsmittel soll in Zukunft ein Foto des rechten Auges genügen. Die von britischen Forschern entwickelte "Eyeshopping"-Technologie soll noch in diesem Jahr zur Marktreife gebracht werden. Erste Feldversuche mit E-Commerce-Anbietern von der Insel seien erfolgreich gewesen, teilten die Wissenschaftler von der Universität Bedworth heute mit. Allerdings blieben die Tests nicht ohne Folgen für einige der Internet-Kunden.

Geht es nach den Forschern der britischen Uni Bedworth, hat das Bezahlen per Handy eine neue Dimension erreicht: "Augen können nicht lügen. Ab sofort brauchen sich Konsumenten keine Sorgen mehr über Datenklau beim Einkauf im Web machen.", prophezeit Professor John A. Pril vom Lehrstuhl für Biometrie. Pril und seine Kollegen haben ein biometrisches Bezahlsystem für Mobilgeräte entwickelt, bei dem der Kunde seinen Einkauf lediglich durch das Verschicken des Handy-Fotos seines Auges bestätigen muss. Der Bezahlsystemanbieter vergleicht dann das Datum des Bildes und das Foto selbst mit einem hinterlegten Retinascan. Stimmen die Daten überein, wird die Zahlung ausgeführt.

Gesundheitsschäden beim Einkauf

Die biometrische Technik ist allerdings nicht ganz unumstritten: Neben britischen warnen jetzt auch deutsche Verbraucherschützer vor möglichen Gesundheitsschäden, etwa bei Power-Shoppern. "Shoppen bis der Arzt kommt -- dieser Spruch könnte für exzessive Einkäufer schon bald zur Realität werden!", echauffiert sich Helmut Ripal von der Verbraucherzentrale Emden. Während der Feldversuche in Großbritannien sei es vermehrt zu Blendungen von Testkäufern gekommen, weil sie den Blitz aktiviert hatten.

Nicht nur Gesundheitsrisiken sprechen gegen den Einsatz des Eyeshopping. Testkäufer, die ein Foto ihres linken statt ihres rechten Auges an den Bezahlsystemanbieter schickten, erlebten eine böse Überraschung. Der Datenabgleich scheiterte und sämtliche Konten, Kreditkarten sowie die Mobilfunkleitung wurden vorsorglich gesperrt. "Wir bedauern diese Vorfälle sehr und entschuldigen uns bei unseren Kunden. Zur Freischaltung genügt es, ein neues Foto vom rechten Auge an unsere Clearingstelle zu schicken, dann kann der Einkauf sofort weitergehen.", gibt sich William Larpi von Retinapay Ltd. großzügig.

April, April



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