
Ulrich Klein
7 Entrümpel-Tipps für mehr Sicherheit
Der Sicherheitsexperte G Data mahnt Datenhygiene an und gibt sieben Tipps zur PC-Entrümpelung für mehr Sicherheit.
"Auf vielen Festplatten befinden sich unzählige Programme, die die Anwender kaum nutzen und wenn überhaupt nur sporadisch aktualisieren. Dies führt zu großen Sicherheitsproblemen., macht sich Forschungsleiter Ralf Benzmüller vom Antiviren-Softwarehersteller G-Data Sorgen. Der Erfolg von Conficker sei nicht zuletzt auch auf eine mangelhafte Update-Politik zurückzuführen. Betriebssysteme, Browser und installierte Software sollten laut dem Sicherheitsexperten immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.
Für den Frühjahrsputz für mehr Sicherheit am Computer geben die Antiviren-Hersteller Nutzern sieben Tipps an die Hand:
1. Richtig Entrümpeln
Das Betriebssystem sollte durch Installation der aktuellsten Service Packs und aller verfügbaren Patches auf den aktuellen Stand gebracht werden. Dies ist über die integrierte Updatefunktion problemlos möglich. Viele PC-Zeitschriften bieten darüberhinaus CDs mit allen Patches und Servicepacks. Dies spart Downloadzeit und schützt zudem vor Manipulationen durch gefälschte Updates. Damit der PC nicht schon wieder infiziert ist, bevor er überhaupt einsatzbereit ist, sollte vor dem ersten Kontakt mit dem Internet die Windows-Firewall aktiviert und ein Virenschutz aufgespielt werden. Der Virenschutz sollte dann während des fälligen Windows-Updates registriert und auf den aktuellen Stand gebracht werden.
2. Besonders gefährdete Software überprüfen
Anwendersoftware, wie E-Mail-Clients, Chatprogramme und Download-Manager, aber auch Grafik- und Videoprogramme und Archiv-Software können Sicherheitslücken aufweisen. Hintertüren, die von Angreifern leicht ausgenutzt werden können. Beim Aufspüren helfen kostenlose Tools und Services, wie z. B. [ext:http://www.secunia.com]Secunia Personal Inspector.
3. Hersteller-Support prüfen
Programme, für die es keine Hersteller-Service mehr gibt, sollten von der Festplatten gelöscht werden. Dies gilt auch für veraltete Windows-Betriebssysteme, für die keine Patches mehr ausgeliefert werden.
4. Windowsrechte einteilen
Aufräumen heißt aber auch Windows-Rechte sinnvoll einstellen. Nach Möglichkeit sollte beim Surfen im Internet ein Benutzer mit eingeschränkten Rechten am PC angemeldet sein. Dies bietet einen deutlichen Sicherheitsgewinn gegenüber dem Surfen mit Administrator-Nutzerkonten. Sofern auf dem Rechner bisher nur ein Administrator existiert, lässt sich ein Nutzerkonto mit eingeschränkten Rechten leicht über den Bereich „Benutzer“ in der Systemsteuerung anlegen. Wer seinen Rechner komplett neu aufsetzt, kann bei der Installation von Windows einen Benutzer mit eingeschränkten Rechten anlegen.
5. Sicherheitspakete einsetzen
Aktuellste Virenschutzsoftware oder Internetsicherheitspakete einsetzen. Achten Sie besonders auf eine ordnungsgemäße Registrierung, damit der Updatemechanismus funktioniert und laden Sie die aktuellsten Signatur- und Programmupdates herunter. Virenschutz ohne Update-Service bietet keinen Schutz vor aktuellen Schädlingen.
6. Firewall aktivieren
Niemals ohne Firewall surfen oder diese deaktivieren. Dies gilt sowohl für Rechner, die hinter einem Router betrieben werden, als auch für Systeme, die per DFÜ-Netzwerk eine direkte ISDN- oder Modemverbindung zum Internet herstellen.
7. System tunen
Die Verwendung von Security-Lösungen mit integrierten System-Tuning und Registry-Cleaning entfernt unnötigen Ballast. Hierdurch wird Windows stabiler und wieder flotter.
Tools und Suiten gegen Malware
Nicht nur Viren, Trojaner und Spam macht Computer-Besitzer zu schaffen. Mal ist es ein Cookie, über das Sie beim Surfen ausspioniert werden, ein andermal eine Software, die unerwünschte Werbung auf dem Desktop einblendet oder die Startseite des Browsers verbiegt. In welcher Form Spyware auch auftritt - nervig ist sie immer. Im Artikel 'Fünf kostenlose Top - Tools gegen Spyware' finden Sie die richtige Lösung.
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