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3. September 2010
Ratgeber: ... aber bitte mit USB-Anschluss Bild vergrößern 680 842 http://img1.magnus.de/image-r680x842-C-8865e641-43445594.jpg © Apple
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Ratgeber

... aber bitte mit USB-Anschluss

Ein Teaserclip hier, eine Meldung da, ein Gerücht dort: Nicht nur Apple versteht es, Spannung aufzubauen, wenn es um die Präsentation neuer Produkte geht. Während die amerikanische Rechnerschmiede auf der Internationalen Funkausstellung (3. bis 8. September) nur indirekt in Form der Zubehörabteilung iZone vertreten ist, nutzte Samsung die Berliner Messe, um zum Angriff auf das iPad zu blasen - mit einem Gerät, das sich zwar Tab nennt, aber eigentlich kein Tablet-PC sein soll. Und nicht nur in Korea wächst die Konkurrenz für Apples jüngstes Hype-Objekt heran.

"Zu groß", lästerten die einen, "zu schlecht ausgestattet", meckerten die anderen: Für viele Kritiker erschien das iPad Apples Antwort auf eine Frage zu sein, die eigentlich niemand gestellt hat. Samsung hörte genau hin, als sich die Welt über die Vor- und Nachteile, den Sinn und Unsinn des iPads ausließ. Eine Art Kompromiss kam dabei heraus, und, wie es aussieht, kein schlechter: das Galaxy Tab. Oder das "Anti-iPad", wie die Presse bereits titulierte. Dabei will Samsung sein Baby gar nicht in der Liga des iPads angesiedelt wissen. Denn das Galaxy Tab ist im Gegensatz zum im Frühjahr eingeführten Vorreiter nicht nur Tablet-PC, sondern auch Mobiltelefon - und somit auch eine Konkurrenz für den Kassenschlager iPhone. Eine ausgewachsene Konkurrenz: Mit einem sieben Zoll großen Display ist das Galaxy Tab etwa doppelt so groß wie die vierte iPhone-Generation, allerdings nicht annähernd so klobig wie das iPad mit 9,7-Zoll-Display. Mit 380 Gramm bringt es zudem deutlich weniger auf die Waage, erleichtert aber auch den Geldbeutel um 800 Euro.

In Sachen Bildauflösung und Anwendungsmöglichkeiten kann der Allrounder es problemlos mit dem iPad aufnehmen, wenn nicht sogar toppen: Immerhin beinhaltet das Tab auch eine Kamera. Vor allem aber zeigt sich Samsung in den Punkten kooperativ, in denen Apple aus firmenpolitischen Gründen auf stur schaltet. So sind Flash-Anwendungen kein Problem für das Galaxy, USB-Anschluss und Micro-SD-Slot erlauben es den potenziellen Nutzern ab Oktober, eigene Inhalte auf das Gerät zu laden - und zwar ohne den Zwang, Geld im iTunes-Stores zu lassen.

Doch nicht nur Samsung, auch andere Anbieter versuchen das iPad mit Systemoffenheit auszustechen: "Anstatt Features künstlich zurückzuhalten, werden diese im Austausch mit Ihnen (ja, Ihnen!) entwickelt" - ein deutlicher Seitenhieb aus dem Hause Neofonie, einer deutschen Firma, die noch in diesem Monat das WeTab auf den Markt bringen will. Stolze 11,6 Zoll und eine Auflösung von 1366 x 768 soll das Display umfassen, was das Gerät mit 800 Gramm bei 16 GB internem Speicher beziehungsweise 850 Gramm bei 32 GB internem Speicher ein wenig schwerer als das iPad macht. Mit zehn Stunden Akku-Laufzeit kann das WeTab (sechs Stunden) zwar nicht mithalten, wohl aber an der Kasse punkten: 449 Euro, also 50 Euro weniger als Apple, veranschlagen Neofonie für die 16-GB-Ausführung ihres Produkts - und dessen Speicher lässt sich im Gegensatz zum gleichwertigen iPad mit SDHC-Karten aufstocken.

Rund 500 Euro soll hingegen die Street-Version des ebenfalls in Deutschland entwickelten Interpads kosten, das Anfang nächsten Jahres in den Läden stehen soll. Unabhängigkeit ist auch für die Entwicklerfirma E-noa das Zauberwort, wenn sich das Interpad in seinen Maßen sehr eng am amerikanischen Vorbild orientiert. Doch HDMI- und USB-Anschluss könnten auch hier für viele Interessenten ein Argument sein, sich gegen das iPad zu entscheiden.

Ein ganzes Arsenal Tablet-PCs stellte der französische Technikkonzern Archos in Berlin vor. Von den fünf Modellen dürfte vor allem das Archos 101 das Zeug zum iPad-Konkurrenten haben: Bei einem 10,1 Zoll großen, 1024 x 600 aufgelösten Bildschirm wiegt der Flachmann lediglich 480 Gramm - was jedoch auch am geringen internen Speichervolumen (acht beziehungsweise 16 GB) liegen dürfte. Aber bei einem angestrebten Preis von 300 beziehungsweise 350 Euro dürfte noch ein wenig Geld für eine erweiternde Micro-SD-Karte übrig bleiben ...




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