Bild vergrößern
278
188
http://img3.magnus.de/Internet-Explorer-Logo-Aufmacher-klein-r278x188-C-bf1904b7-8949310.jpg
Microsoft gibt Browser-Auswahl vor
Auswahl-Button in Windows ab 17. März - Internet Explorer oder Firefox?
Bei der Installation des Betriebssystems Windows wird es in Europa ab 17. März eine Auswahl von Internet-Browsern geben.
Middle1
Bei der Installation des Betriebssystems Windows wird es in Europa ab 17. März in 32 Ländern eine Auswahl von Internet-Browsern geben.
In Deutschland wird dieser über Windows Update nach einer Testphase starten und bis Mitte Mai abgeschlossen sein, teilte der Software-Riese Microsoft am Freitag mit. Windows-Nutzer ab der Version Windows XP, die bereits den Internet Explorer als Standard-Browser verwenden, erhalten ein Software-Update, mit dem sie alternative Webbrowser über ein Auswahlfenster als Standardbrowser definieren und einfach installieren können - oder beim bisherigen Browser bleiben.
Das Update wird den Internet Explorer nicht deinstallieren, sondern nur inaktiv schalten. In Windows 7 wird es den Microsoft-Browser zwar aus der Taskleiste entfernen, aber Nutzer können den Internet Explorer über das Menü "Alle Programme" per rechten Mausklick wieder an die Taskleiste anheften. Zur Auswahl stehen unter anderem die Rivalen Chrome, Safari, Firefox und Opera. Um die Auswahlbox und die Position der Browser hatte es mehrwöchige Streitereien gegeben.
Der Software-Konzern hatte sich Mitte letzten Jahres im Streit um die Bündelung des von Windows 7 mit seinem Internet-Browser Explorer dem Druck der Europäischen Union gebeugt und die Installation eines Konkurrenz-Browsers per Auswahl-Menü integriert ([int:article,104967]wir berichteten[/int]). Die Kommission warf Microsoft vor, sein marktbeherrschendes Windows-Betriebssystem mit dem Internet Explorer zu koppeln und damit möglicherweise den freien Wettbewerb zu behindern. Frühere Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Ein Verfahren, in dem es um die Offenlegung von Schnittstelleninformationen geht, läuft weiter. Die EU-Kommission will neue Zusagen von Microsoft dazu prüfen.