
Ulrich Klein
Bing: Erste Bilder und Bewertung von Microsofts neuer Suchmaschine
Am dritten Juni soll Microsofts neue Suchmaschine Bing an den Start gehen. Schon vorab können sich Onliner ein Bild von der neuen Redmonder Suche machen. Der IT-Konzern hatte den Vorhang um Bing schon zwei Tage vor dem offiziellen Start ein wenig gelüftet und ein Video im Netz veröffentlicht. magnus.de hat die Suchmaschine vorab unter die Lupe genommen und bewertet.
Am dritten Juni soll Microsofts neue Suchmaschine Bing an den Start gehen. Schon vorab können sich Onliner ein Bild von der neuen Redmonder Suche machen. Der IT-Konzern hatte den Vorhang um Bing schon zwei Tage vor dem offiziellen Start ein wenig gelüftet und ein Video von Bing im Netz veröffentlicht. magnus.de hat die Suchmaschine vorab unter die Lupe genommen und bewertet.
"Bin ist nicht einfach eine Suchmaschine, es ist eine Entscheidungsmaschine.", mit diesen Worten begann Microsoft am Freitag die Online-Gemeinde auf seine zukünftige "Entscheidungsmaschine" einzustimmen. Denn die neue Online-Suche mit dem aussagekräftigen Namen Bing soll mehr bieten als nur Trefferlisten auf einfache Fragen wie nach der Hauptstadt von Botswana. Bing soll auch auf schwierigere Fragen relevante Antworten finden und diese in einer logischen Struktur darstellen. Will ein Onliner beispielsweise eine Urlaubsreise nach Dublin in Irland organisieren, verspricht Microsoft relevante Informationen.
In einem kürzlich veröffentlichten Online-Video zeigten die Redmonder, wie Bing vorgeht. Im Werbe-Video organisierte Bing zuerst die Suchresultate. Dabei sortiert Bing laut Microsoft nicht nach Suchpopularität sondern nach Logik. Die besten Treffer soll Bing dann in den sichtberen oberen Bereich der Trefferseite ziehen. Dabei zeigt die Suchmaschine auch bezugsrelevante Infos an wie Flüge oder Hotels.
Bing will Treffer nach Logik und relevante Themen sortieren.
Microsoft Bing setzt Themenschwerpunkte
Laut dem Video setzt Bing neben der Hauptsuche verschiedene Themen-Schwerpunkte. Diese sind "lokale Suche", "Reiseplanung", "Gesundheit" und "Einkaufen". Also Bereiche, die sich auch zusammen mit Werbepartnern gut vermarkten lassen.
Auch der Preisvergleichsmarkt spielt zukünftig für Microsoft online eine große Rolle. In Bing ist laut Video bereits eine entsprechende Funktion vorhanden. Mit an Bord: Nutzer-Bewertung, Kommentare und Produktansichten. Entscheidet sich der Nutzer und klickt auf ein Kameramodell erscheinen im linken Seitenbereich von Bing die bewerteten Hauptmerkmale. Bei Digitalkameras sind dies beispielsweise Fotoqualität, Objektive, Größe oder Geschwindigkeit. Legt ein Nutzer besonderen Wert auf die Größe der Kamera kann er die Sortierung und Suche durch einen Klick auf das entsprechende Merkmal neu anstoßen. Daneben hat Microsoft auch ein Rabattsystem integriert. Kauft ein Kunde über Bing ein, stehen ihm dadurch Preisnachlässe in Aussicht.
Bing setzt sich in Konkurrenz zu etablierten Preisvergleichsdiensten und ködert mit Rabatten.
Bing: Total lokal - für Zuhausebleiber ideal
Im Gesundheitsbereich sollen Bing-Nutzer Antworten auf Gesundheitsfragen erhalten. Im Video zeigte Microsoft Kliniken und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche wie MedPlus oder die MayoClinic. Wie weit sich das Konzept auf den deutschen Markt übertragen lässt, ist ungewiss.
Der Reisebereich zeigte sich ebenfalls gut gegliedert. Über Schieberegler auf der linken Seite können Nutzer beispielsweise die Reisedauer oder das Reisebudget eintragen. Auch präferierte Fluggesellschaften lassen sich angeben und ob ein Direktflug gewünscht ist oder auch Zwischenstopps in Kauf genommen werden. Ein Preisindikator in Form einer Verlaufsgrafik zeigt, ob der Flugpreis im Zeitvergleich gerade teuer oder günstig ist.
Für alle, die lieber zuhause bleiben, hält Bing eine lokale Suche bereit. Wer beispielsweise ein Restaurant in der Heimatstadt sucht, kann dieses nach Parkplatzgröße, Geschmacksrichtung oder Reservierungsmöglichkeit anzeigen lassen. Stadtindianer können sich Nutzerbewertungen der Lokalitäten ansehen und via Geo-Anzeige einen Überblick auf der Microsoft-Karte verschaffen.
Bing - erste Bilder
1 von 13Bing - erste Bilder
Microsoft hat seine Hausaufgaben gemacht. In ihrer neuen Suchmaschine haben die Redmonder viele lose Einzeldienste unter einem Dach vereint. Ein Spagat, an dem andere Suchmaschinen-Betreiber noch arbeiten. Anstatt auf Kooperationen zu setzen, baut Microsoft auf die eigene Kompetenz und konzentriert sich auf Märkte, in denen Onliner Geld ausgeben. Reisevermarktung, Preisvergleich und der wachsende Gesundheits- und Wellness-Markt stehen im Fokus des IT- und Medien-Konzerns. Nicht zu vergessen auch der lokale Anzeigenmarkt, der bisher noch - in Deutschland - in der festen Hand der Tageszeitungen ist.
Wo bitte gehts zum Pizza-Mampf. Lokale Restaurant-Suche aus Satellitenperspektive.
Fazit der neuen Microsoft-Suchmaschine
Microsoft hat seine Hausaufgaben gemacht. In ihrer neuen Suchmaschine haben die Redmonder viele lose Einzeldienste unter einem Dach vereint. Ein Spagat, an dem andere Suchmaschinen-Betreiber noch arbeiten. Anstatt auf Kooperationen zu setzen, baut Microsoft auf die eigene Kompetenz und konzentriert sich auf Märkte, in denen Onliner Geld ausgeben. Reisevermarktung, Preisvergleich und der wachsende Gesundheits- und Wellness-Markt stehen im Fokus des IT- und Medien-Konzerns. Nicht zu vergessen auch der lokale Anzeigenmarkt, der bisher noch - in Deutschland - in der festen Hand der Tageszeitungen ist.
Das Konzept und die Online-Strategie von Microsoft kann sich sehen lassen, steht und fällt letztendlich aber mit Bings Qualität der Suche und dessen Antworttreffer.
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