Bild vergrößern
937
742
http://img4.magnus.de/Test-Nettop-PC-Acer-Aspire-Revo-3600-r937x741-C-c4625613-7587247.jpg
Kleiner PC mit großem Potenzial
Check: Nettop-PC Acer Aspire Revo 3600
Bislang zeigten Nettop-PCs mit Intel Atom vor allem bei der Grafikleistung deutliche Schwächen. Hier wirkte der Intel-Chipsatz in Kombination mit dem sparsamen aber schwachen Atom als Bremse. Im Acer Aspire Revo hilft der ION-Chipsatz von Nvidia dem Atom auf die Sprünge.
Der Aspire R3600 Revo ist der erste Serien-Nettop mit Nvidias ION-Chipsatz. Dieser Chipsatz soll mit seinem integrierten GeForce 9400M dem sparsamen aber etwas schwächlichen Intel Atom 230 auf die Sprünge helfen. In der Tat ist der Revo der erste Nettop, der stark genug für die Blu-ray-Wiedergabe oder für 3D-Spiele ist. Hier allerdings nur für weniger anspruchsvolle Vertreter dieser Gattung. Denn mit 2505 Punkten im 3D Mark 2005 ist der Acer zwar deutlich schneller als andere Nettops, aber von der Leistung eines Mittelklasse-PCs immer noch meilenweit entfernt. Das zeigt vor allem ein anspruchsboller 3D-Benchmark wie der 3D Mark Vantage : Hier kommt der kleine Atom-Rechner mit der Nvidia-Grafik gerade mal auf 379 Punkte. Auch sonst kann der Chipsatz natürlich nur bei Applikationen helfen, die Funktionen der GPU verwenden.
Bild vergrößern
937
651
http://img3.magnus.de/Test-Nettop-PC-Acer-Aspire-Revo-3600-r937x651-C-f655637b-7587309.jpg
Ordentliche Ausstattung bei kleinem Preis
Mit seiner HDMI-Buchse ist der kleine Acer für Blu-rays gut gerüstet, ein passendes Laufwerk muss aber extern angeschlossen werden und verteuert den 299-Euro-Rechner um etwa 200 Euro. Ein nettes Zubehör ist der Adapter, mit dem sich der Revo an der Rückseite von Monitoren oder TV-Geräten mit VESA-Mount befestigen lässt. Auch mit dem potenteren Nvidia-Chipsatz zeigt sich der kleine Rechner erfreulich sparsam, er kommt mit maximal 38 Watt bei voller 3D-Leistung aus. Da in dem flachen Gehäuse nur ein kleiner Notebook-Lüfter aktiv ist und der Rechner zudem mit einem externen Netzteil operiert, arbeitet der kleine Acer fast unhörbar. Die Ausstattung kann sich für einen Nettop durchaus sehen lassen: Der Revo ist mit zwei GByte RAM bestückt, die 2,5-Zoll-Hitachi-Festplatte fasst 160 GByte an Daten und Applikationen. Die mit 5400 U/Min arbeitende Platte ist mit 48,9 MByte/s allerdings nicht besonders flott. Eine zusätzliche externe Platte kann nicht nur über einen der sechs USB-Ports angeschlossen werden, sondern auch über eine E-SATA-Buchse, die eine höhere Transferrate zulässt. Für die Netzwerkanbindung steht neben einem auf dem Mainboard integrierten LAN-Adapter auch noch eine Wireless-LAN-Mini-PCI-Karte bereit, die allerdings noch dem langsameren dem IEEE-802.11g-Standard folgt.
Nettop mit Vista
Da die Stärke des Revo nicht zuletzt in seiner Fähigkeit liegt, Blu-ray-Videos wiedergeben zu können, kommt als Betriebssystem Windows Vista Home Premium zum Einsatz. Dafür, dass sich Vista auf dem kleinen Rechner etwas zäh anfühlte, war Acer selbst verantwortlich. Denn für die Darstellung war nur der Basic-Modus von Vista aktiviert, bei der primär die Single-Core-CPU Atom 230 für das Fenstermanagement verantwortlich ist. So klettert die CPU.Last beim verschieben von Fenstern auch schnell mal über 70 Prozent. Nach dem Umschalten auf den Aero-Modus fühlte sich der kleine Acer gleich deutlich flotter an, die CPU-Last blieb spürbar geringer, da hier die GPU einen guten Teil der Aufgaben übernimmt. Der höhere Speicherbedarf von Aero ist angesichts des zwei GByte großen Arbeitsspeichers zu verkraften.
Bild vergrößern
937
774
http://img2.magnus.de/Test-Nettop-PC-Acer-Aspire-Revo-3600-r937x774-C-1bb17f93-7587313.jpg
Ein optisches Laufwerk hat in dem dicht gepackten Gehäuse des Revo keinen Platz mehr gefunden. Dafür sind gleich zwei GByte RAM an Bord.
Ein optisches Laufwerk hat in dem dicht gepackten Gehäuse des Revo keinen Platz mehr gefunden. Dafür sind gleich zwei GByte RAM an Bord.
Fazit: Atom-PC mit Potential
Zum High-End-Rechner wird der Acer Aspire Revo mit seiner Atom-CPU auch durch den ION-Chipsatz nicht, aber der sparsame und mit 299 Euro auch günstige Mini-PC ist schnell genug für HD-Filme und einfachere 3D-Spiele. Seine niedrige Lautstärke macht den Atom-Rechner mit der Nvidia-Grafik auch Wohnzimmerkompatibel. Allerdings muss man noch die zusätzlichen Kosten für ein externes optisches Laufwerk mit einkalkulieren, wenn man die Filme und Spiele nicht über Netzwerk von einem anderen PC aus auf den kleinen Acer schaufeln will. Dass Acer das Revier des Revo auch im Wohnzimmer sieht, zeigt die geplante Spieleerweiterung mit Wii-ähnlichen Gamecontrollern und einem passenden Spielepack, das im Lauf des Jahres auf den Markt kommen wird. kl
Nettop-PC Acer Aspire Revo 3600 in Bildern
1 von 4
Test Nettop-PC Acer Aspire Revo 3600
Der äußerst kompakte Acer Aspire Revo ist der erste Nettop mit Nvidias ION-Chipsatz.