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Onlineshopping neu erleben
Einkaufen 3.0
Echte Trendshopper sind längst im Web 3.0 angekommen. Individualität wird großgeschrieben beim Online-Einkauf, und pfiffige Shopping-Portale schicken sich an, die etablierte Konkurrenz auf dem Web-2.0-Abstellgleis zurückzulassen. Das neue Einkaufserlebnis ist bunt, kommunikativ und macht Spaß.
Die Tage in denen Amazon und eBay die "Shopping-Leitkultur" im Netz geprägt haben dürften bald gezählt sein. Zumindest, wenn die Verkaufsmoloche nicht die Zeichen der Zeit erkennen und sich auf die nächste Web-Generation einstellen.
Trendsetter, die heute im Netz ihr sauer verdientes Geld ausgeben, wollen ein Einkaufserlebnis, ähnlich wie in städtischen Einkaufspassagen. Sprich: Sich mit Anderen austauschen, Trends erleben, schillern und - vor allen Dingen - hofiert werden.
Wie bei einem Ladengeschäft reicht deshalb eine hübsche Fassade alleine nicht aus, auch wenn diese den ersten Eindruck vermitteln und über die Nutzerführung Kunden binden können. Amazon-Kunden, die auch nach Mitternacht noch gerne einkaufen, dürften in den letzten Wochen bereits das neue Design ihres Online-Warenhauses entdeckt haben. Allerdings scheint dem deutschen Ableger des US-Versenders ein wenig der Mut zu fehlen, Nägel mit Köpfen zu machen. Anders lässt sich das Rumgeeier schwer erklären, denn die neue Site ist nur immer für wenige Stunden zu unterschiedlichen Tageszeiten sichtbar.
Das neue Amazon
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Das neue Amazon
Amazons Produktgattungen sind vom Kopf an den linken Rand gewandert
Jetzt mach ichs Live
Kunden, die den gepredigten Wirtschaftsaufschwung nur aus Zeitungen und TV-Nachrichten miterlebt haben, sind mit Live-Shopping gut beraten. Live-Shopping-Seiten verkaufen über den Preis. Ein neuer Tag, ein neues Produkt, ein neuer Preis. Einfacher lassen sich Online-Schnäppchen derzeit kaum ergattern. Zumindest fast, denn wer einen Billigkauf machen will, muss schnell sein. Zauderhannes und Überleglisel haben schlechte Karten, weil die Produktanzahl beim Live-Shopping begrenzt ist.
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Der kleine Bock auf dem Füllstandsanzeiger zeigt die Anzahl der verfügbaren Produkte an.
Der kleine Bock auf dem Füllstandsanzeiger zeigt die Anzahl der verfügbaren Produkte an.
Auskunft über den schrumpfenden Lagerbestand geben in der Regel Füllstandsbalken. Trotzdem heißt es, kühlen Kopf bewahren - denn nicht jedes Angebot ist auch wirklich ein Schnäppchen. Vor dem Kauf ist es sinnvoll, die Leserbeiträge zu den einzelnen Produkten zu studieren, die in bester Community-Manier als Kommentare unter den Produktbeschreibungen angehängt sind.
Während Live-Shopping-Portalen wie guut.de oder Preisbock.de vor allem durch ein gemischtes Sortiment auffallen, hat sich ABeDi, auch Amt zur Bewilligung von Dienstreisen genannt, auf Kurzreisen spezialisiert.
Geilo Stylo
Ein abgewandeltes Live-Shopping-Konzept fährt das Shopping-Portal buyvip.de. Das Portal bietet mehrere Produkte gleichzeitig an und setzt auf Exklusivität und Edel-Look statt trashigem Ramschimage. Offiziell tritt buyvip.de als geschlossene Shopping-Community auf. So sollen das "exklusive" Shopping-Erlebnis nur eingeladenen Freunden bestehender Mitglieder vorbehalten sein.
Tatsächlich handelt es sich aber um einen viralen Marketing-Gag. In bester Kaufmannsmanier öffnet buyvip.de jedem potenziellen Kunden die Tore - egal, ob dieser Freunde hat oder nicht. Wer sein Geld bei buyvip.de ausgeben will braucht lediglich auf den 'Mitglied werden'-Link zu klicken. Anstatt eines einladenden Freundes genügt es, anzugeben, woher Sie von buyvip.de erfahren haben. Entsprechende Antworten sind bereits vorgegeben.
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buyvip setzt auf Edeloptik und Exklusivität
buyvip setzt auf Edeloptik und Exklusivität
Wer zum Vip-Kreis gehört darf sich auf Designer-Produkte zum Schnäppchenpreis freuen. Wobei das Angebot vor allem Frauen ansprechen dürfte. Wer also Dessous von Passionata, Schmuck von Moments & Motions oder Unterwäsche von Malizia tragen oder verschenken will, wird sich auf buyvip.com schnell wohl fühlen. Statt dröger Bilder gibt es hedonistisch angehauchte Werbevideos.
Statt eines Produktes stehen dem VIP auf der Site mehrere zeitlich befristete Marken-Kampagnen zur Auswahl. Sagt die Marke zu, kann sich der Shopper am Ende des Werbeclips für die Kampagne anmelden. Produktbewertungen sucht der Nutzer leider vergebens, sie scheinen bei den Marken-Designern nicht so gern gesehen zu sein.
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Überhaupt scheinen Markenhersteller mittlerweile den Absatzmarkt Internet entdeckt zu haben. Sehr zur Freude der Online-Kundschaft, der sich die Margen für den Zwischenhandel sparen kann. Der Kompromiss: Das Sortiment ist stark eingeschränkt. Dafür lassen sich oft weit über 50 Prozent sparen. Bei brandmaniac.com geht ein Mantel von Versace schon mal für 419 Euro anstatt 1690 Euro über den virtuellen Ladentisch.
Individual-Shopping
Der Trend des neuen Online-Shoppings geht aber nicht nur in Richtung Live-Preisverhau. Individualität ist groß angesagt und so werden zukünftig immer mehr Shops Individual-Shopping anbieten. Hier kann der Kunde seinen eigenen Geschmack ausleben und Produkte - in gewissen Grenzen - selbst "designen". Erste Anbieter haben das Feld im Internet bereits für sich entdeckt.
Es sind Markenhersteller wie Nike und Puma, die zeigen, wie Shopping 3.0 im Internet aussehen kann. Die Unternehmen stellen ein webbasiertes Baukastensystem zur Verfügung, über das sich Turnschuhträger ihre Treter von den Schuhsohlen bis zum Schnürsenkel in Material und Farbe individuell zusammenstellen können.
Coole Websites: Nike
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Coole Websites: Nike
Auf der Website von Nike können Shopper ihre Sportschuhe in wenigen Schritten selber designen
Bevor der Designschuh geht, muss sich der Shopper für eine Schuhform entscheiden
(Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Kniffe Trendshopper bereits heute nutzen.)