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ExtMan: Dateitypen manuell verwalten
Software-Redaktionstipp: ExtMan - Erste Hilfe fürs Dateitypen-Chaos
Mit Dateitypen und -endungen stehen Windows Vista und Windows 7 komplett auf Kriegsfuß. Icon verloren? Eigener Dateityp gewünscht? Pech gehabt! letzte Rettung bietet hier oft das kleine Tool "ExtMan": Hiermit lassen sich Dateitypen manuell bearbeiten - ganz so, wie man es noch vom alten seligen Windows XP gewohnt war.
ExtMan
Version: 0.1.5.145
Lizenz: Freeware
Betriebssystem:
Auf magnus.de finden Sie regelmäßig Empfehlungen zu unserer Meinung nach besonders guten Software-Programmen. Damit sind keine dicken Office-Pakete oder mehrere tausend Euro teure Grafik-Suiten gemeint, sondern kleine, aber feine Tools und helferlein für den Computeralltag.
Weitere Gundsätze: Die empfohlenen Programme eigenen sich auch für Einsteiger und Nicht-Profis, nerven also zum Beispiel nicht mit einer undurchschaubarer Bedienung. Außerdem sind unsere Empfehlungen grundsätzlich kostenlos. Es mag sich zwar gelegentlich um kommerzielle Software handeln, doch dann sind die empfohlenen Probierversionen so umfangreich und zeitlich unbegrenzt nutzbar, dass sie auch so ihren Zweck erfüllen.
ExtMan: Der Herr der Dateitypen
Microsoft hat bei Windows Vista und Windows 7 unverständlicherweise die Registerkarte "Dateitypen" wegrationalisiert. Es ist lediglich noch möglich, unter Systemsteuerung/Standardprogramme einen Dateityp oder ein ein Protokoll dauerhaft einem bestimmten Programm zuzuordnen.
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Das kann ärgerliche Folgen haben: Was, wenn Windows einem Dateisymbol das falsche Icon zuweist? Oder das Symbol - was bei Vistaa schon mal vorkommt - auf einmal gar kein Icon mehr aufweist? Gerade im Verbund mit deaktivierten Dateiendungen ein mehr als ärgerlicher Bug, der sich zudem manuell nicht beheben lässt.
Das gerade mal 500 KB große Tool "ExtMan" schafft hier Abhilfe. Es bringt auf Windows Vista und Windows 7 den von XP und anderen Windows-Versionen her bekannten Dateitypen-Manager zurück. Damit lassen sich neue Dateitypen manuell anlegen und die vorhandenen bearbeiten: Etwa welches Icon das Symbol erhalten soll oder welches Programm bestimmte Aktionen mit diesem Datetyp ausführen soll (öffnen, editieren, drucken). Dank Backup-Funktion setzt man sich auch bei herzhafter Rumprobiererei keiner Gefahr aus.
Für die ganz Harten: Icon-Rettung per RegEdit
Hilft bei verlorenen oder permanent falsch angezeigten Datei-Icons auch der ExtMan nicht weiter, hilft vielleicht ein Eingriff in den Registrierungseditor. Suchen Sie im Schlüssel "Computer/HKEY_CLASSES_ROOT" nach dem entsprechenden Dateityp bzw. der Dateiendung. Dort ist eventuell ein Schlüssel "extShell/IconHandler" vorhanden. Den IconHandler-Schlüssel löschen - vorher aber auf jeden Fall ein Backup erstellen, indem Sie per Rechtsklick den betreffenden IconHandler auf den Desktop exportieren.
So können Sie im Zweifelsfall den Urzustand wieder herstellen. Nach dem Löschen des IconHandlers sollte der Dateityp wieder ein (passendes) Icon haben oder es sollte zumindest wieder das richtige Icon zugewiesen werden können. Wie bei allen Eingriffen in den Registrierungseditor gilt: Sie erfolgen auf eigene Gefahr und sollten nur von erfahrenen Nutzern vorgenommen werden.
Ein Beispiel: Häufig fehlen bei Html-Dateien, die dem Firefox-Browser zugewiesen sind, die entsprechenden Icons. "ExtMan" bietet zwar mehrere Firefox-Icons an, die aber nach der Zuweisung trotzdem falsch angezeigt werden.
Öffnen Sie deshalb die "Ausführen..."-Dialogbox und tippen dort "Regedit" (ohne Anführungszeichen) ein. Im Registrierungseditor gehen Sie zum Schlüssel "Computer/HKEY_CLASSES_ROOT/FirefoxHTML/ShellEx/IconHandler".
Anschließend Rechtsklick auf den IconHandler und dort per "Exportieren" auf dem Desktop sichern. Anschließend wiederum per Rechtsklick den IconHandler löschen. Schlussendlich nochmals "ExtMan" aufrufen. Dort können Sie nun das gewünschte Icon zuweisen, das dann auch korrekt angezeigt wird.
Ist irgendwas schief gegangen, können Sie im Registrierungseditor per "Datei/Importieren"-Befehl die Datei "firefox.reg" wieder einbinden und den Urzustand herstellen.