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Heads-Up
Hans Martin Vogl und das Heads-Up
Um erfolgreich im Heads-Up bestehen zu können, ist es vor allem unvermeidlich, sein Spiel sehr aggressiv zu gestalten. Denn im Heads-Up kann man sich nicht ausruhen und darf auch keine Verschnaufpause einlegen.
Im Gegensatz zu einem vollbesetzten NLH-Full-Ring-Tisch mit zehn Spielern, an dem man nur jede fünfte Hand die Blinds berappen muss, befindet man sich im Heads-Up ununterbrochen entweder im Small oder Big Blind.
Man ist also ständig im "Battle of the Blinds" involviert und wartet nur auf Premiumhände, mit denen man ins Spiel einsteigt. Denn dann wird man sukzessive von den Blinds aufgefressen. Das Schlimme daran ist, dass die Chips eins zu eins vom eigenen Stack zum Stapel des Gegners wandern und man mit jedem verlorenen Pot weiter ins Hintertreffen gerät. Der Druck nimmt also stetig zu.
Diesem Schreckensszenario kann man, wie bereits erwähnt, durch einen aggressiven Spielstil entgegenwirken. Die Handrange muss beim Heads-Up wesentlich weiter gefasst sein. Dies sieht man beispielsweise daran, dass AT an einem Full Ring Tisch gegen neun weitere Gegner nahezu nie die beste Hand sein wird, man damit aber im Heads-Up gegen einen einzigen Gegner meist vorne liegt.
Reraise – Mittel der Wahl
Aggressives Spiel beinhaltet deshalb, dass man das gegnerische Big Blind sehr oft attackiert, dies vor allem auch unter dem Gesichtspunkt, dass man den Positionsvorteil im Small Blind hat. Im Umkehrschluss heißt dies auch, dass man sein eigenes Big Blind gegen Angriffe möglichst stark verteidigen soll. Bestes Mittel hierfür ist natürlich der Reraise, da man den Gegner vor die schwierige Aufgabe stellt, mit diesem druckvollen Spielzug adäquat umzugehen.
Flat Calls im Big Blind haben den Nachteil, dass man im weiteren Verlauf den Pot außer Position spielen muss, man keine weitere Information über die Qualität der gegnerischen Hand erhält und der Gegner dann auch oftmals mit Trashhänden treffen wird. Natürlich ist es aber auch beim Heads-Up – wie beim normalen Poker ebenso – immer wichtig die Balance zu wahren und nicht zu "overpacen", sprich zu überaggressiv zu spielen. Wie überall im Leben schließlich macht die Übung den Meister und vielleicht darf man dann in der TV-Sendung "HEADS UP – DAS POKER DUELL" seine gewonnene Erfahrung gegen namhafte Full Tilt Pros im Kampf um eine Million Euro in die Waagschale werfen. Viel Glück!