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Der erste Eindruck
Check: BlackBerry Storm2 9520 - was kann das Touchscreen-Smartphone?
Der kanadische Smartphonehersteller Research in Motion (RIM) stellt in diesen Tagen sein länger erwartetes BlackBerry Storm2 9520 in die Regale des Mobilfunkanbieters Vodafone. magnus.de hatte bereits die Gelegenheit, sich das Modell genauer zu betrachten.
Der kanadische Smartphonehersteller Research in Motion (RIM) stellt in diesen Tagen sein länger erwartetes BlackBerry Storm2 9520 in die Regale des Mobilfunkanbieters Vodafone. magnus.de hatte die Gelegenheit, sich das Modell genauer zu betrachten.
Das Gerät liegt angenehm in der Hand, ist etwas dicker als das iPhone und entspricht beinahe seinem Vorgänger bei den Maßen. Die drei Geräte im Vergleich: iPhone (115,5 x 62,1 x 12,3mm), BlackBerry Storm 9500 (112,5 x 62,2 x 13,95mm) sowie Storm 9520 (112,5 x 62 x 13,9mm). In jedem Fall auffällig ist das Gewicht: Mit 160 Gramm zählt das Storm2 mit zu den "Schwergewichten".
Wie schon bei der ersten Generation schafft es RIM trotzdem, dass das Gerät nicht klobig wirkt. Dazu trägt auch das Design bei. Man setzt hier auf altbewährtes - etwa mit den abgeschrägten Ecken, und auch die Kombination der verbauten Materialien stimmt: Chrome-Akzente, Glas-Abdeckung und ein gebürsteter, rostfreier Rückendeckel. Ein Manko fiel uns aber auf: Unser Testmodell weist einen leichten Verarbeitungsmangel auf der Rückseite durch eine Kante am oberen Rand des Batteriefachs auf.
Die Haptik
RIM setzt beim Storm2 auf ein klickbares 3,25 Zoll großes Touchscreen-Display mit 480x360. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie dem iPhone wird eine Klick-Aktion nicht durch das bloße Berühren des Panels ausgelöst, sondern erfordert zusätzlich einen beherzten Fingerdruck. Das haptische, über Sensoren ausgelöste Verfahren ist zwar ungewohnt und beim schnellen Schreiben mit der Tastatur am Anfang hinderlich, nach kurzer Zeit hat man sich daran aber gewöhnt - mit beiden Daumen sind gute Ergebnisse zu erzielen. Positiv bemerkbar macht sich zudem die im Vergleich zum Vorgänger größere Anzahl an Sensoren, die RIM verbaut hat. Das Storm2 hat bei der Berührungsgenauigkeit hinzugewonnen.
Apropos Sensoren: RIM hat im Storm 2 eine "Kontaktwahrnehmung" eingebaut, die das unabsichtliche Stummschalten oder das Beenden des Gesprächs während des Telefonieres verhindert. Technisch realisiert wird dies, durch die Rückmeldung der Sensorpunkte.
Pfiffiges Detail: Die Datenbank basierte Worteingabe lernt mit und hilft beim effizienten Tippen. Das Wörterbuch ist dazu mit gut 20.000 Einträgen ausgestattet und nimmt neue sowie häufig gebrauchte Wörter ins Wörterbuch mit auf. Natürlich auch Rechtschreibfehler. Eine Besonderheit sind Fachwörterbücher für Mediziner und Juristen, die aber nachgerüstet werden müssen.
Blackberry Storm 2 - Smartphone von RIM
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Blackberry Storm2
Blackberry Storm 2 - Smartphone von RIM
Multitouch-Funktionen
Neu sind auch die Multitouch-Funktionen. Damit lassen sich mehrere Tasten gleichzeitig bedienen, beispielsweise SHIFT- oder ALT-Kombinationen für Großbuchstaben oder Sonderzeichen. Im magnus.de-Test klappte dies reibungslos. Auch Spielereien wie Wischbewegungen funktionieren anstandslos, so lassen sich beispielsweise im Kalenders einzelne Tage durchblättern. Wichtig in puncto Multitouch ist, dass RIM dies für alle Apps vorgesehen hat - aber nur Apps, die mit dem aktuellsten SDK neu kompiliert worden sind, kommen auch in den Genuss davon.
Die Bedienung - Scrolling nicht immer flüssig
Im Vergleich zum iPhone wirkt die Bedienung und auch das Scrolling der Icons und Inhalte auf dem Storm2 nicht durchweg flüssig. Teilweise wurden die Inhalte auch nicht an die Touchpanel-Bedienung per Finger angepasst: So sind beispielsweise die Titel der Übersicht auf der Hilfseite so klein angelegt, dass sie kaum vernünftig zu treffen sind. Hier drängt sich der Vergleich zu Microsoft und Windows Mobile auf. Wie Microsoft ist auch RIM auf der Verfolgerspur. Ziel: Apple und dessen Usability beim Touchscreen.
Positiv: Über einen Lagesensor passt sich das Smartphone an, im Gegensatz zum iPhone gilt das angenehmerweise auch für den Homescreen. Und auch die QWERTZ-Tastatur kann nun im Hochformat ausgespielt werden. Diese Verbesserung resultiert aus dem Einsatz des Blackberry OS 5.0. Spannend für Besitzer des BlackBerry 9500: Auch die erste Generation des Storm ist mit OS 5.0 in der Lage, die Tastatur im Hochformat darzustellen.
Software zum Download - die BlackBerry App World wächst
Ein Manko ist derzeit noch der Download zusätzlicher Apps, die das Modell softwareseitig erweitern. So vergehen mitunter trotz UMTS-Verbindung 30 bis 40 Sekunden, bevor Ergebnisse auf Übersichtsseiten wie "Dienstprogramme" angezeigt werden. Zahlreiche Apps stehen zur Verfügung, die in verschiedene Kategorien eingeteilt und durchsuchbar sind. Mit der schieren Masse des iPhones kann RIM (noch) nicht mithalten, das dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein. Die Entwicklung ist jedenfalls auch hier positiv: Insgesamt stehen in der "App World" von Blackberry derzeit etwa 4.000 Anwendungen bereit, vor drei Monaten waren es hingegen noch 2.000 Stück.