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Aus der Art geschlagen: Malware abseits von Vista und XP
Malware abseits von Vista und XP - vom C64er bis zum Macintosh
Jenseits der allgegenwärtigen Windows-Welt tummelt sich eine bunte Vielfalt an alternativen Betriebssystemen im Unternehmens- und Heim-Bereich – doch auch fern des Mainstreams lauern Gefahren.
Turbulente Kinderstube
In den frühen Siebzigern, noch vor der Gründung Microsofts, verbreitete sich bereits der Creeper-Virus auf Computern mit DECs Tenex-Betriebssystem. Dabei war er seinen späteren Malware-Enkeln insofern weit voraus, als er schon damals das ARPANET – also den Vorgänger des modernen Internets – zur Verbreitung nutzte. Im Jahr 1975 folgte "Pervade" für UNIVAC-Systeme, dessen Schadroutine in der Verbreitung des Spiels "Animal" bestand. 1982 durften sich schließlich erstmals Apple-Kunden über Rich Skrentas "Elk Cloner" ärgern, der sich über Disketten verbreitete und dabei immer wieder für Abstürze sorgte.
Vier Jahre später wurden dann auch C64-Nutzer erstmals Viren-Opfer – der vermutlich von der Hackergruppe „Bayrische Hacker Post“ entwickelte BHP-Virus brachte in unregelmäßigen Abständen den Bildschirm zum flackern und begrüßte das Opfer mit dem Hinweis „HALLO DICKERCHEN, DIES IST EIN ECHTER VIRUS!“ – gefolgt von einer Seriennummer, die mit jeder Infektion weiter hochgezählt wurde. Der Virus bog darüber hinaus eine ganze Reihe von Interrupts um, und überstand somit auch einen Reset ohne weiteres.
Erst im Jahr 1986 erschien schließlich der erste MS-DOS-kompatible Schädling: „Brain“. Praktischerweise enthielt dieser Bootsektor-Virus auch gleich die Namen, Adressen und Telefonnummern der Entwickler und Brüder Amjad und Basit Farooq Alvi. Sie hatten „Brain” entwickelt, um das Niveau von Computer-Piraterie in Indien auszuloten, mussten aber schließlich eingestehen, die Kontrolle über ihr Experiment verloren zu haben.
Im Laufe der folgenden Jahre blühte die Virenszene erstmals auf und schon bald hatte jedes Betriebssystem seine eigenen Viren: So gab es allein über 190 Exemplare für den Commodore Amiga und immerhin noch zwei Dutzend für den Atari ST, darunter auch der c't-Virus, der 1988 tatsächlich als Assemblerlisting zum Abtippen im iX-Schwestermagazin c't erschien – ein klarer Beleg für den damals noch spielerischen und sorglosen Umgang mit Computerviren.
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Shellcode-Auszug der Unix-Backdoor "Galore".
Shellcode-Auszug der Unix-Backdoor "Galore".
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