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Computer und Internet machen schlau
(N)Onliner Atlas 2008
Computer und Internet machen Kinder schlau. Was Mädchen und Jungs im Internet alles anstellen und wovor Eltern dabei Angst haben, hat jetzt eine aktuelle Sonderstudie herausgefunden.
In einer (N)ONLINER-Sonderstudie haben Analysten jetzt das Nutzungsverhalten von Kindern zwischen fünf und 15 Jahren nach Geschlechtern getrennt, untersucht. Während Jungs den Computer eher für Spiele nutzen, kommunizieren Mädchen mehr mit Freunden und Verwandten über den PC. Laut Studie wird ebenfalls deutlich, dass sowohl der Schultyp als auch das Alter einen deutlichen Effekt auf die Internetnutzung der jungen Menschen hat. Doch ein gemeinsamen Nenner zeigt sich unabhängig von Alter, Geschlecht und Schultyp – Online und Offline Lernen ist nachweislich förderlich für die schulische Leistung wie Mathematik, Deutsch oder Fremdsprachen.
Überraschend: Bereits 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 15 Jahren in Deutschland nutzen einen PC; 74 Prozent davon gehen von zu Hause aus ins Internet. Eine beeindruckende Zahl, die deutlich über dem Onliner-Anteil des Durchschnitts aller Bevölkerungsgruppen liegt, denn laut (N)ONLINER Atlas 2008 sind nur 65 Prozent der in Deutschland lebenden Personen ab 14 Jahren online. Doch wofür nutzen die jungen Menschen Ihren PC? Hoch im Trend stehen bei Jugendlichen laut den Analysten Internetsuche (45 Prozent), Kommunikation wie Chatten (38 Prozent), Offline Gaming (45 Prozent), Offline Lernen (39 Prozent) sowie Online Lernen (32 Prozent). Grundsätzlich verlängert sich mit zunehmendem Alter der Kinder die Nutzungsdauer.
Beim Offline Lernen mit Lernsoftware schnitten laut Studienergebnis zwölf Prozent der Kinder im Bereich Mathematik, 16 Prozent bei Deutsch und sieben Prozent bei Fremdsprachenkenntnissen bei intensiver Nutzung des PCs besser ab. Noch deutlichere Zahlen bei der Verbesserung der schulischen Leistungen zeigen sich beim Online Lernen: Bei Mathematik zeigten zehn Prozent, bei Deutsch 22 Prozent und bei den Fremdsprachen sogar 26 Prozent der Schüler bessere Ergebnisse. „Diese Erkenntnisse zeigen deutlich: Sobald Kinder zu Hause Zugang zu den digitalen Medien haben, steigt die Leistung in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen,“ freut sich die Fujitsu Siemens Computer-Managerin Barbara Schädler. Am schlechtesten würden hingegen Kinder ohne einen Zugang zu den neuen Medien abschneiden. Dies mache deutlich, wie wichtig die Nutzung der digitalen Medien für die gesellschaftliche Integration und für gute Bildungschancen sei.
Prognostizierte Gefahren der Erwachsenen
In Bezug auf Gefährdung und Ängste der befragten Eltern stehen laut den Analysten besonders der Mangel an frischer Luft (71 Prozent) gegen einen Zugang zum Computer sowie das (junge) Alter (60 Prozent) des Kindes. Als weitere Gefahren wurden Spielsucht (49 Prozent), Angriffe aus dem Internet (44 Prozent) und fehlende Kinderschutzmechanismen (41 Prozent) genannt. Finanzielle Gründe (31 Prozent) sowie geringer Nutzen (24 Prozent) für das Kind belegen hingegen hintere Plätze bei den Elternängsten.
Für die repräsentative Sonderstudie wurden 1.081 Haushalte in Deutschland mit einem oder mehreren Kindern zwischen fünf und 15 Jahren befragt. Der „(N)ONLINER Atlas 2008“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest und wird durch zahlreiche Sponsoren wie Fujitsu Siemens Computers unterstützt.