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Das Grafikmonster
Nvidias GTX 200 enthüllt
Grafikchip und Supercomputer in einem: Nvidias neue Chipgeneration GTX 200 will mehr sein als ein Erzeuger bunter Spielebilder. Was vom neuen Giganto-Chip alles zu erwarten ist - hier erfahren Sie es.
Heute lüftet Nvidia den Schleier um seine neue Grafikchip-Generation. Wie in letzter Zeit üblich handelt es sich dabei um einen „Hard Launch“, die Karte wird mit der Veröffentlichung der Infos auch gleichzeitig zu kaufen sein. In Sachen Namensgebung schlägt Nvidia einen neuen Weg ein. Die neue Generation nennt sich GTX 200 – und nicht, wie größtenteils kolportiert, nur GT 200 -, die sich daraus ableitenden Einzelchips bzw. Karten GTX 280 und GTX 260. Die Buchstabenkombination rutscht also nach vorne, wobei GTX für die Highend-Modelle steht. Die nachfolgenden billigeren Chipreihen werden eine (leicht) andere Bezeichnung tragen. Das 2 weist auf die zweite Generation der „Unified Shader“-Architektur hin, die 80 bzw. 60 definieren die genaue Modellbezeichnungen – je höher die Zahl, desto schneller und teurer die Karte. Apropos teuer: Mit offiziellen Preisen von ca. 450 (GTX 260) bis 600 Euro (GTX 280) sind Nvidias Highend-Modelle wie gewohnt keine Schnäppchen. Zwar bewegt sich der Straßenpreis mit 550 Euro bei der GTX 280 leicht bzw. ca. 330 Euro bei der GTX 260 klar darunter, noch mal deutlich billiger werden die Karten zumindest mittelfristig aber wohl nicht.
Im Gegensatz zum Vorgänger G92/G94 (9800/9600) ist der GTX 200 kein einfaches Update, sondern eine grundlegende Neuentwicklung. Neben dem für jede Neuerscheinung geltenden Grundmotto „schneller, schöner und komplexer“ verfolgt Nvidia vor allem eine Stoßrichtung: Von der üblichen Bezeichnung GPU für den Grafikchip (GPU = Graphics Processing Unit, zu Deutsch Grafikprozessor) legt man verstärkt Wert auf die das PU. Soll heißen, Nvidia erachtet seinen neuen Chip als dermaßen schnell und kraftvoll, dass er weit mehr erledigen soll als reine Grafikaufgaben. Dies ermöglicht vor allem die extreme Parallelisierung der Chiparchitektur mit ihren bis zu 240 Kernen. So sollen die die Chips künftig nicht „nur“ die Grafik von Topspielen auf den Schirm zaubern, sondern auch in technischen und wissenschaftlichen Bereichen Anwendung finden. Zu diesem Zweck hat Nvidia CUDA ins Leben gerufen, eine auf der Programmiersprache C basierende Technologie, mit der die gewaltige Rechenleistung der GTX-200-PUs in konkrete Anwendungen umgemünzt werden kann.
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Ein Bild vom Chip selbst: Laut Nvidia ist der GTX 200 komplexer und leistungsfähiger als jede CPU - dementsprechend vielseitig einsetzbar soll der er sein.
Ein Bild vom Chip selbst: Laut Nvidia ist der GTX 200 komplexer und leistungsfähiger als jede CPU - dementsprechend vielseitig einsetzbar soll der er sein.
Letztendlich dürfte der Großteil typischen GTX-200-Kundschaft aber dann doch wieder Spielefreak sein. Wobei sich Nvidia hier zurückhaltend gibt: Gegenüber der 9800 GTX spricht man von einer Leistungssteigerung von rund 50 Prozent. Das mag zunächst eher bescheiden klingen. Doch erstens dürfte sich die Mehrleistung vor allem in deutlich besseren Frameraten bei extremen Einstellungen, also höchsten Auflösungen bei maximaler Detailstufe, niederschlagen. Zweitens gibt es noch das ein oder andere Schmankerl drumherum. So hat Nvidia Ageia, den Entwickler und Hersteller der PhysX-Schnittstelle und der entsprechenden Beschleunigerchips, eingekauft. Der GTX 200 beherrscht PhysX in Hardware, kann also aufwändigste Physikberechnungen (meist) ohne Leistungseinbußen durchführen. Außerdem dürfte sich durch die Marktdominanz von Nvidia die bisher mangelhafte PhysX-Unterstützung seitens der Spieleentwickler dramatisch verbessern.
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Das Football-Spiel Backbreaker nutzt die integrierte PhysX-API des GTX-200-Chips für naturgetreue Tackles ein.
Das Football-Spiel Backbreaker nutzt die integrierte PhysX-API des GTX-200-Chips für naturgetreue Tackles ein.
Insgesamt macht Nvidias neuer Sprössling einen höchst vielversprechenden Eindruck. Mehr zur Technik und den Leistungsdaten erfahren Sie in diversen ausführlicheren, detaillierteren und tiefgreifenderen weiteren Artikeln im Verlauf der nächsten Tage und Wochen. Außerdem, wie sich die Karten im Praxiseinsatz schlagen und wie Atis Reaktion in Form der Radeon-4000-Serie aussehen wird.