Heute wird am häufigsten der vom Nutzer unbemerkte SMS-Versand an teure Premium-Nummern von Virenschreibern genutzt. Vor drei Jahren existierten nur zwei dieser Schadprogrammfamilien, heute sind es bereits 32. Rund 35 Prozent aller entdeckten Schädlinge für Mobilgeräte versenden derartige Kurzmitteilungen.
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Doch Schadprogramme stellen nicht die einzige Bedrohung für Mobiltelefone dar. Unglücklicherweise werden Betrugsversuche mit SMS-Nachrichten bei Kriminellen immer beliebter. Diese Art der Bedrohung ist schon seit längerer Zeit zu einem weltweiten Problem geworden. Trojaner-SMS nehmen unter den Mobiltelefon-Schädlingen aktuell den Spitzenplatz ein. Kurzmitteilungen sind für Autoren mobiler Schadsoftware eine lukrative Möglichkeit, illegale Gewinne zu erzielen.
Experten befürchten Gefahrenausweitung in nicht gekannter Weise
Als überaus relevant für die weitere Entwicklung von Schadprogrammen erweist sich der gerade beginnende Kampf um den Markt zwischen Netbook und Smartbook. Diese unterscheiden sich darin, dass das Smartbook auf einer völlig anderen Architektur basiert, die eher einem Mobiltelefon ähnelt. Laut Einschätzung der Spezialisten basieren 98 Prozent der Prozessoren für Mobiltelefone einschließlich des Apple iPhones auf der ARM-Architektur. Gleichzeitig könnte das Vordringen von x86-Prozessoren in Haushaltsgeräte das potentielle Angriffsfeld für Viren in bisher nicht gekannter Weise ausweiten.
Die Autoren des Beitrags, Alekxander Gostev und Denis Maslennikov sind Experten bei dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab und beschäftigen sich mit dem Themengebiet mobile Sicherheit.