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7. Dezember 2011
Online-Plattform: Web-Fundstück: DreiSechsNull - Darum lohnt sich digitales Arbeiten Bild vergrößern 937 625 http://img2.magnus.de/image-r937x625-C-974a53ce-50673122.jpg
Online-Plattform

Web-Fundstück: DreiSechsNull - Darum lohnt sich digitales Arbeiten

Auf der Website DreiSechsNull präsentiert die Telekom jede Menge Beispiele von kleinen und mittleren Unternehmen, die das Internet, Smartphones und andere moderne Technik gewinnbringend nutzen. Und wer mag, kann sich mit eigenen Ideen an einem Wettbewerb beteiligen.

Es ist völlig klar, dass DreiSechsNull nicht ohne Werbung für Produkte der Telekom auskommt. Aber da sich der Werbeblock in engen Grenzen hält, ist die Website vor allem eines: Nützlich. Sie zeigt Chefs und cleveren Mitarbeitern, wie sie ihr eigenes Unternehmen durch den Einsatz von Technik voranbringen. Dabei stehen nicht so sehr große, mit riesigen Investitionen belastete Technik-Monster im Vordergrund, sondern kleine und praxisnahe Lösungen.

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Da ist zum Beispiel die Geschichte vom Schreinermeister, der auf seinem Wagen QR-Codes angebracht hat. Sein Ziel: Er will Besitzern von Smartphones die Kontaktaufnahme erleichtern. Die müssen sich dazu nicht mehr seine Web-Adresse merken, sondern nehmen den QR-Code einfach mit ihrem Smartphone auf. Und dieses bringt sie dann anhand der im QR-Code gespeicherten Informationen auf Knopfdruck zur Website. Auch später, wenn der Mensch die Web-Adresse längst vergessen hätte, weiß das Smartphone sie noch.

Anschauenswert ist auch die in Form eines Videos präsentierte Geschichte von der Firma Papstar, deren Außendienstler Bestellungen heute nicht mehr mit Klemmbrett und Fax-Gerät aufnehmen, sondern per Blackberry und 3G-Internet-Verbindung. Dadurch kommt es nämlich zu weniger Schreib- sowie Lesefehlern - und insgesamt hat sich die Zeit, die der Kunde auf seine Bestellung warten muss, deutlich reduziert.

Die Gründer von juststickit.de erzählen auf DreiSechsNull ebenfalls aus ihrer unternehmerischen Praxis. Juststickit entwickelt Bildersammelalben, vergleichbar den berühmten Panini-Alben, die sich mittlerweile einer Millionenauflage erfreuen. Fotos speichert man aber nicht lokal, sondern auf einer Online-Festplatte, neudeutsch: "In der Cloud". So ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiter dezentral auf die Bildersammlung zugreifen können.

Und immer wichtig: Der erste Eindruck zählt. Gleich, ob Handwerker, Arzt oder auch Privatmann,  mit einem guten Internetauftritt kann man begeistern. Wie es zu einer Seite für Kunst-Fische(!) kam - FischiWaschi -, verrät die Macherin der Website in einem Videobeitrag.

Richtig bodenständig ist dann die Geschichte, die John-Hendric Matthies zu erzählen hat. Der ehemalige Schiffsmakler hat sich mit einer der kleinen Suppenküchen selbstständig gemacht, die seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden sprießen. Für ihn ist der Laptop genauso wichtig wie Herd und Töpfe - und ausgerechnet der ging kaputt. Eine ganze Woche war er außer Gefecht gesetzt, keine Kalkulationen, keine Angebote. Er nahm daraufhin das Angebot "IT-Arbeitsplatz" wahr. Jetzt ist die Telekom sozusagen Matthies' IT-Abteilung.

Es steht der DreiSechsNull-Website gut zu Gesicht, dass nicht alle Geschichten widerspruchsfrei sind respektive differenzierte Betrachtungsweisen liefern. So widmet man sich etwa im Beitrag "Komfortzone für den Kunden" dem Trend zum "Bring Your Own", d.h. dass Mitarbeiter ihre eigenen Laptops, Smartphones und anderes technisches Gerät auch bei ihrer Arbeit für das Unternehmen einsetzen wollen. Dem lobenden Grundtenor dieses Beitrags steht ein anderer Bericht auf DreiSechsNull gegenüber, der sich den Gefahren widmet, die von Smartphones und USB-Sticks ausgehen . Ein Stichwort ist da zum Beispiel: USB-Sticks als Virenquelle.

WebTV - Wissenswertes

WebTV ergänzt das Angebot von DreiSechsNull. Alle 14 Tage wird eine neue Sendung mit Trends und praxisorientierten Inhalten ausgestrahlt. Die Beiträge richten sich dabei an mittelständische Unternehmen und sind jederzeit online abrufbar.

Aktuelle Inhalte:

  • „Geld vom Staat für Green IT & Co.“
  • „Smart Grids“
  • „DeutschlandLAN“
  • „Neue Tablets fürs Business“

In weiteren Praxisbeispielen kann man zum Beispiel lernen, was es mit der "Generation der Daumen" auf sich hat, warum kryptische Abkürzungen wie NFC aus unserem zukünftigen Alltag nicht mehr wegzudenken sein werden, oder wie man Außendienstler online im Auge behält .

Ironischerweise bleibt die technisch aufwendige DreiSechsNull-Website ab und an in modernen Browsern hängen. Tipp: Klicken Sie einfach auf den "Aktualisieren"-Knopf im Browser.

Übrigens: Sie können sich mit eigenen Ideen am auf DreiSechsNull gestarteten Ideenwettbewerb beteiligen. Dabei geht es aber nicht darum, Lösungen aus dem eigenen Unternehmen vorzustellen, sondern sich Gedanken darum zu machen, wie das "Hotel der Zukunft" aussehen könnte. Die Frist endet Ende Januar 2012.


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