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Testbericht

Drei Lenkräder aller Preisklassen im Test


Michael Orth

2. August 2008

Inhaltsverzeichnis 1/3

Rennspiele machen erst mit einem vernünftigen Lenkrad so richtig viel Spaß. Doch wie viel müssen Sie für das perfekte Fahrgefühl ausgeben? 60, 110 oder gar 300 Euro? Wir haben uns hinters Steuer dreier aktueller Modelle gesetzt.

Die Spezies der Lenkräder gehört zu den jüngeren in der Geschichte des PC-Zubehörs. Abgesehen von reinem "Spielzeug" kam mit dem Thrustmaster Formula T1 erst 1994 der erste taugliche, hochwertige Controller speziell für Rennspiele auf den Markt. Seitdem mussten sie etliche Existenzkrisen bewältigen; schließlich kostet ein gutes Wheel ordentlich Geld und ist gleichzeitig in seinem Einsatzgebiet arg beschränkt.

Doch während andere Spezialcontroller wie Joysticks, Flightsim-Kombis oder Trackbals im Laufe der Zeit wieder ausstarben oder in einer kleinen Nische endeten, haben sich die Lenkräder als Zubehör fest etabliert. Was nicht zuletzt an den aktuellen Konsolen und ihrem großen Repertoire an hochwertigen Rennspielen liegen mag. Wir haben uns drei aktuelle Wheels für den PC und die PS3 zur Brust genommen. Und sind dabei vor allem der Frage nachgegangen, wie viel Geld für ein authentisches Fahrgefühl fällig wird.

Saitek R660 GT

Das Saitek R660 GT markiert einen typischen Vertreter der Lenkrad-Mittelklasse: es geht noch billiger, aber auch weitaus teurer. Rund 60 Euro klingt erst mal nach viel Geld, ist für ein materialintensives Lenkradset aber dennoch eher knapp bemessen. Und so merkt man dem R660 GT an, dass an vielen Stellen gespart werden musste. Das verwendete Plastik wirkt wenig hochwertig, die Pedalerie nicht nur eigenwillig, sondern auch ein bisschen wie Spielzeug. Wenigstens neigt sie kaum zum wegrutschen. Das Saitek R660 funktioniert im Gegensatz zu seinen zwei Konkurrenten ausschließlich am PC.

Dafür geht die Ausstattung in Ordnung: Das Lenkrad besitzt vier Knöpfe, zwei Schaltwippen sowie einen Schalthebel. Den können Linkshänder einfach und bequem auch auf die andere Seite des Wheels montieren. Die ganze Einheit findet per Zentralklemme ausreichenden Halt am Tisch. Allerdings sitzt das Lenkrad insgesamt einen Tick zu hoch. Schalthebel und Schaltwippen sind identisch belegt, also nur alternativ benutzbar. Obwohl digital ausgeführt, machen beide einen etwas schwammigen, „analogen“ Eindruck. Es fehlt an Knackigkeit und einem definierten Druckpunkt. In der spärlichen Treibersoftware können Sie auch keine abweichenden Tastenbelegungen zuweisen. Dafür funktionieren die Pedale per Mausklick unabhängig voneinander – eine für Simulationen elementare Funktion, um gleichzeitig bremsen und Gas geben zu können.

Der Action-Lenker

Das Lenkrad liegt gut in der Hand. Dank der gummierten Grifffläche hat man es jederzeit im Griff, auch leichte Schwitzattacken steckt das R660 klaglos weg. Die Lenkung arbeitet exakt, die von Immersion zugelieferten Force-Feedback-Effekte sind kräftig und geben die jeweilige Situation naturgetreu wieder. Als gewöhnungsbedürftig stellt sich der geringe Lenkwinkel von maximal 180 Grad heraus. Das stört in Simulationen mitunter sehr, eher actionlastigen Rasereien kommt es hingegen zugute. Überhaupt empfiehlt sich das Saitek R660 eher für die locker-leichten Rennspiele. Zwar schlägt es sich auch bei anspruchsvollen Simulationsschwergewichten wacker, das kaum 15 Euro teurere Logitech Momo Racing ist hier aber die klar bessere Wahl.

Drei Lenkräder aller Preisklassen im Test
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Beim Saitek R660 lässt sich der Schalthebel bequem auf Linkshänderbetrieb umrüsten.

Als passabler Allrounder gibt sich das R660 dennoch keine Blöße, auch wenn es angesichts von Materialwahl, Funktionsumfang und verwendeter Technik ruhig noch einen Zehner billiger sein könnte. Weniger Lenkrad sollte es für Sie auf jeden Fall nicht sein, wenn Sie sich intensiver mit Rennspielen beschäftigen wollen.

Saitek R660 GT

Saitek R660 GT
Saitek
ca. 60 €

www.saitek.de

Fazit:Als Einsteiger-Lenkrad gibt das R660 GT eine gute Figur ab - wenn man sich auf den PC beschränkt.

3/5
befriedigend
3/5
befriedigend





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