Praxistest: Heimkino-Beamer H7531D von Acer
Der Elektronik-Konzern Acer gilt als echter Spezialist wenn es darum geht, technisch attraktive Produkte dem Kunden preislich etwas näher zu bringen. Man denke nur einmal an die riesigen Notebook-Flotten in Media Markt, Saturn und Co. Gleiches galt außerdem schon für den Heimkino-Bereich, in dem Acer sehr erfolgreich den Full-HD-Projektor H7530D für rund 1.000 Euro platzierte, was in diesem Produkt-Segment einen höchst attraktiven Preis darstellt. Dieser Publikums-Liebling bekommt ab Januar/Februar 2011 mit dem H7531D einen legitimen Nachfolger. Wie sich der neue Acer-Beamer tatsächlich schlägt, durfte magnus.de schon mal vorab in der Praxis testen.
Aufstellung und Inbetriebnahme des Acer H7531D
Beim Auspacken des Gerätes tauchen rasch die ersten Rotstift-Opfer auf: einen echten Ausschalter sucht man vergebens und auch der Objektivschutz gleitet beim Anschalten nicht automatisch zur Seite. Stattdessen muss der Filmfreund selbst Hand anlegen und den Deckel vor und nach dem Filmgenuss herunter und wieder aufstecken.
An unserem Aufstellort in 1,6 Meter Höhe, wo der Acer-Beamer während des Tests den Redaktions-Beamer ersetzen sollte, erleuchtete das Testgerät anstatt der Leinwand erst einmal die Zimmerdecke, was ihm mit Boardmitteln auch nicht auszutreiben war. Als Gegenmaßnahme platzierten wir den Projektor auf Bauchnabelhöhe und schoben ihm ein daumendickes Buch unter die Hinterfüße. Offensichtlich legte Acer den H7531D vor allem als Tischbeamer aus - bei einem Heimkino-Gerät eher eine Frage des Geschmacks. Wie dem auch sei, nun konnte die Feinjustierung beginnen, um das Bild auf der Leinwand zu begradigen. Vermissen wird bei dieser Ausrichtung so mancher die Funktion Lens Shift, womit sich Verzerrungen durch eventuelle Schräglagen des Beamers zur Leinwand ausgleichen lassen. Nicht schlimm aber etwas nervig ist die Integration der beiden Einstellräder am Objektiv für Bilddiagonal-Zoom und Fokussierung. Die zwei Räder sind von einander nicht entkoppelt, verändert man also eines der beiden, dreht sich das andere stets unfreiwillig mit und verliert seine Optimaleinstellung.
Bildeindruck des Acer H7531D
Hat der Heimcineast die kleine Installations- und Einstell-Orgie gemeistert, folgt als Belohnung ein sehr guter Bildeindruck mit exzellenter Schärfe, hoher Helligkeit und leuchtenden Farben. Hier findet der Blu-ray-Zuspieler prinzipiell einen würdigen Partner für den Filmgenuss in Full-HD.
Fazit: Großes Kino für kleines Geld beim Acer H7531D
Der für diesen Preis sehr gute Bildeindruck versöhnt schnell für die etwas umständliche aber in der Regel einmalige Aufstell-Prozedur. Wenngleich das stiften eines Buchwälzers für eine ordentliche Beamer-Ausrichtung natürlich zu keinerlei Pluspunkten verhilft. Wer darüber sowie auf die oben beschriebenen Rotstift-Kürzungen gut hinwegblicken kann, bekommt tatsächlich großes Full-HD-Kino zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von günstigen 1.200 Euro - der Straßenpreis dürfte sich sogar schnell bei knapp unter 1.000 Euro einpendeln.
Verwandte Themen
Kleines Spiel für zwischendurch

