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Spieletest "Indiana Jones und der Stab der Könige"
teleschau - der mediendienst
Action-Archäologin Lara Croft muss sich warm anziehen - ihr männlicher Kollege Indiana Jones feiert ein fulminantes Comeback.
Der Mann mit dem Hut ist zurück: In "Der Stab der Könige" begibt sich der Kult-Archäologe Indiana Jones auf die Suche nach einem biblischen Artefakt. Aliens wie im letzten Kinoabenteuer bleiben glücklicherweise außen vor. Next-Gen-Konsolen-Besitzer jedoch auch: Das Spiel erscheint nur für PlayStation2, Wii und Handhelds. Die Hochglanz-Versionen wurden bereits früh aus Kostengründen eingestellt. Dafür können sich Wii-Besitzer über eine besondere Gratis-Dreingabe freuen ...
Indiana Jones jagt diesmal rund um den Globus nach dem Stab des Moses. Natürlich dicht gefolgt von seinem Erzrivalen Magnus Völler - einem Nazi, der die Macht des biblischen Artefakts für seine finsteren Zwecke missbrauchen will.
Der Sudan, Panama, San Francisco, Istanbul, Nepal und England sind die Stationen eines temporeichen Abenteuers, das im Grunde alles bietet, was auch die Indy-Kinofilme populär machte: Action, exotische Schauplätze, kleine Rätsel und jede Menge Humor. Darüber hinaus will die Wii-Version ein "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl vermitteln, indem nahezu jede Bewegung des virtuellen Archäologen mit den beiden Controllern nachgeahmt werden will. So schwingt man beispielsweise die Wiimote, um Indys Peitsche knallen zu lassen. In einer anderen Sequenz wird die Fernsteuerung wie ein Steuerknüppel senkrecht gehalten. Dann geht's per Doppeldecker durch eine engen Canyon ...
Indiana Jones und der Stab der Könige
1 von 11Indiana Jones und der Stab der Könige
Ebenfalls gelungen, wenngleich aufgrund der schwammigen Bewegungserkennung manchmal etwas chaotisch: das umfangreiche Kampfsystem. Indy weiß nicht nur seine Fäuste einzusetzen, sondern kann auch Gegenstände aus der Umgebung als Waffen oder Wurfgeschosse nutzen, Gegner festhalten, mit der Peitsche entwaffnen oder sie filmgerecht durch die Gegend schubsen. Kleinere Rätsel und Fallen, die der Spieler überwinden muss, sind jedoch aufgrund ihrer idiotensicheren Inszenierung kaum der Rede wert.
Die Kampfeinlagen und Aufgaben ähneln sich zwar mit der Zeit, aber es vergeht eine ganze Weile, bis man alle Möglichkeiten des Gameplays kennengelernt hat. Auch die Handlung und die wechselnden Schauplätze halten während des rund sieben- bis achtstündigen Abenteuertrips rund um den Globus bei der Stange. Das gilt insbesondere für wahre Indy-Fans. Die können nämlich mit gefunden Artefakten Konzeptgrafiken, andere Outfits und - als besonderes Schmankerl - das Point&Click-Adventure "Indiana Jones and the Fate of Atlantis" freischalten, von vielen als bestes Adventure aller Zeit verehrt. Leider ist die Umsetzung etwas lieblos geraten.
Testergebnisse
LucasArts
Gesamtwertung
Gelegentlich darf man sich einen Kumpel ins Boot holen - buchstäblich! So gilt es beispielsweise, mit Papa Henry einen wilden Fluss zu überqueren, wobei jeder Spieler für ein Paddel verantwortlich ist. Der Wermutstropfen: Leider kann nicht das gesamte Game zu zweit gespielt werden, sondern nur speziell gestaltete Level.
Fazit: Wenn schon Indy, dann auf der Wii! Ohne Bewegungsaction und die Bonus-Dreingabe "Fate of Atlantis" ist die Suche nach dem Stab der Könige nur ein uninspiriertes Action-Abenteuer. Zudem besitzt die PS2-Fassung die deutlich schlechtere Grafik.
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