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Spieletest "Necrovision 2: Loft Company"
_teleschau - der mediendienst
Hirnlose Zombies, sinnfreie Action: "Necrovision 2" ist ein Shooter alter und brachialer Schuler.
Im Ego-Shooter "Necrovision 2" soll der Spieler während des Ersten Weltkriegs die Menschheit vor bösen Dämonen retten. Dabei scheut das trashige Zombie-Gemetzel vom polnischen Entwicklerteam The Farm 51 weder vor schwarzhumoriger Gewaltdarstellungen noch vor akuter Sinnfreiheit zurück.
Als deutscher Wissenschaftler Jonas Zimmermann sollen volljährige PC-Besitzer im Ersten Weltkrieg ein Heilmittel für eine Zombie-Seuche nach Burg Stern bringen, werden auf dem Weg dorthin aber mit Heerscharen untoter Soldaten, kranker Hospizschwestern und anderen Höllenkreaturen konfrontiert. Anfangs wehrt sich Zimmermann mit Fußtritten und Pistole, später sammelt er Gewehre, MGs, Flammenwerfer und weiteres Kriegsgerät ein, um sich die widerliche Brut vom Leib zu halten.
Necrovision 2: Loft Company
1 von 8Necrovision 2: Loft Company
"Necrovision 2" ist ein Zombie-Shooter mit ungewöhnlichem Szenario und stumpfsinniger Spielmechanik. (Quelle: The Games Company)
Damit ist "Necrovision 2" eigentlich schon hinlänglich beschrieben, recht viel mehr gibt es in der zehn Kapitel umfassenden Einzelspielerkampagne des Spiels nicht zu tun. Ohne große Überraschungen bahnt man sich seinen Weg durch morbide inszenierte Schauplätze, dreckige Schießgräben und lineare Schlauchlevel. Wer sich dabei nicht in die Enge treiben lässt, hat gute Chancen auf ein langes Leben, denn die Computer-Zombies verhalten sich naturgemäß hirnlos und vorhersehbar.
Für eine Weile kann diese wenig fordernde Ballerei durchaus Spaß machen, aber nach ein paar Stunden ist angesichts sich ständig wiederholender Abläufe und immer gleicher Gegner dann doch die Luft raus. Allenfalls die mächtigen Zwischengegner erfordern etwas Taktik und nötigen dem Spieler Respekt ab, die Abwechslung versprechende Panzerfahrt erweist sich dagegen als spielerische Schlaftablette, da sich das Kettengefährt unglaublich langsam bewegt. Etwas flotter: Ein Level, in dem man einen Doppeldecker bemannt, dabei aber in erster Linie mit der überempfindlichen Steuerung zu kämpfen hat ...
Testergebnisse
The Farm 51
Gesamtwertung
Wer das als Prequel zum 2009 erschienenen "Necrovision" konzipierte Game nach etwa sieben Stunden bewältigt hat, darf sich noch in einer Reihe von Herausforderungsräumen austoben. Zudem können sich bis zu 16 Spieler im Multiplayer-Modus zur Untoten-Jagd zusammenfinden.
Fazit: Für den schnellen Adrenalin-Kick zum Feierabend taugt "Necrovision 2" - eine gute Story mit überraschenden Wendungen, taktische Kniffe und abwechslungsreiche Gegner sollte man jedoch nicht erwarten. Während die angestaubte Levelgrafik mit ihren verwaschenen Texturen atmosphärisch noch in Ordnung geht, hat The Farm 51 bei den Animationen der kantigen Figuren allenfalls unteres Mittelmaß abgeliefert. Besonders nervig: die gleichförmige Soundkulisse, die nur aus wenigen Samples zusammengestückelt wurde. Nur wer Games mit hohem Trash-Faktor schätzt, wird in "Necrovision 2" möglicherweise eine echte Bereicherung seiner Spielesammlung sehen.
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