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Testbericht

Spieletest "Red Faction: Guerrilla" (dt.)


teleschau - der mediendienst

29. Juni 2009

Die totale Verwüstung: In "Red Faction: Guerrilla" dürfen volljährige Spieler alles dem Erd.., pardon, Marsboden gleichmachen.

Red Faction: Guerrilla (dt.)
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"Abrissklasse C", das lernt man in THQs neuem Action-Spektakel "Red Faction: Guerrilla", berechtigt nicht nur den Bergarbeiter Alec Mason zum Schürfen auf dem Mars, sondern auch PS3- und Xbox-360-Besitzer zu hemmungslosen Zerstörungsorgien. Dank leistungsstarker Grafik- und Physik-Engine lässt sich hier nahezu alles dem Erdboden gleichmachen. Für einen guten Zweck versteht sich: Der Mars will von Tyrannei und Willkür befreit werden ...

Der Einstieg in "Red Faction: Guerrilla" ist schnell, direkt und schmutzig: Kaum auf dem roten Nachbarplaneten angekommen, muss Alec Mason mitansehen, wie sein Bruder von der vermeintlichen Schutzmacht "Earth Defense Force" (kurz: EDF) getötet wird. Alec schließt sich daraufhin der Widerstandsgruppe "Red Faction" an, um die Vorherrschaft der EDF ein für alle Mal zu beenden.

Doch bis Alec zum Che vom Mars mutiert, vergehen viele Stunden, in denen volljährige Konsolenzocker ihren Revoluzzer-Gelüsten freien Lauf lassen können. Im Gegensatz zum Vorgänger ist "Guerrilla" kein linearer Ego-Shooter mehr, sondern ein sogenannter Open-World-Titel im Stile von "GTA 4", bei dem der Spieler seinem Alter Ego stets über die Schulter blickt und frei entscheiden kann, wie er vorgehen will.


Sechs große Sektoren wollen nach und nach vom Einfluss der EDF befreit werden. Zu diesem Zweck erfüllt Alec allerlei Aufträge. Er eilt bedrängten Rebellen-Kollegen und Zivilisten zu Hilfe, schützt Kuriere, befreit Geiseln oder verwüstet speziell gekennzeichnete Gebäude des totalitären Regimes. Dabei darf die Geomod-Engine von Entwickler Volition ihre Muskeln spielen lassen. Mit überdimensionalem Vorschlaghammer und Explosivem lässt sich hier so ziemlich alles zum Einsturz bringen. Besonders beeindruckend, weil "Red Faction Guerrilla" auch noch über ein authentisches Physik-Modell verfügt. Wer also tragende Elemente eines Hauses zerlegt, kann dabei zusehen, wie es langsam in sich zusammenfällt. Bei Türmen sollte man zudem die Position seiner Sprengsätze weise wählen ...

Neben einem optischen Spektakel liefern die Zerstörungsorgien auch noch das nötige Kleingeld, hier Barschrott genannt, für Waffenupgrades und Ausrüstung. Aber auch das Vertrauen der geknechteten Zivilisten steigt mit jedem gefällten Turm, jeder sabotierten Brücke oder jeder zerstörten EDF-Basis. Das hat den Vorteil, dass sich das Volk auf Alecs Seite schlägt, wenn er sich mal wieder mit den Militärs heftige Schusswechsel liefert.

Testergebnisse

Red Faction: Guerrilla (dt.)
Action
ca. 70 Euro

Volition

Gesamtwertung

4/5
gut

Um in den weitläufigen, weitestgehend roten und zerklüfteten Berglandschaften schneller voranzukommen, darf der Spieler in "GTA 4"-Manier nahezu jedes Fahrzeug kapern - vom simplen Baufahrzeug über bewaffnete EDF-Jeeps bis hin zu mächtigen Mechs.

An Kurzweil mangelt es "Red Faction: Guerrilla" nicht, auch wenn sich mit zunehmendem Verlauf die Aufgaben wiederholen und man sich an der roten Mars-Eintönigkeit sattsieht. Ein paar launige Multiplayer-Modi für bis zu 16 Teilnehmer sorgen zudem, dass der Action-Trip auf dem Nachbarplaneten länger als die rund 15 Stunden für das Solo-Abenteuer andauert.





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