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Testbericht

Spieletest "Spectrobes: Der Ursprung"


_teleschau - der mediendienst

25. September 2009

Disney fordert die "Pokémons" heraus: Doch die firmeneigenen "Spectrobes" beißen im direkten Vergleich auf Stein ...

Endlich groß geworden: Disney Interactives "Spectrobes"-Reihe entflieht nach zwei Abenteuern den kleinen DS-Bildschirmen, um mit "Der Ursprung" ihr Debüt auf der Wii-Konsole zu feiern. Das Spiel setzt wie die Hosentaschen-Vorgänger, die sich über 1,6 Millionen Mal verkauften, auf eine Mischung aus Anime-Action und monströsem Sammelfieber.

Archäologie meets "Pokémon": Um in einem fernen Teil der Galaxie im Kampf gegen die bösartigen Krawls zu bestehen, sind die beiden Weltraumpolizisten und staatlich geprüften Monstertrainer Rallen und Jeena auf die Hilfe der Spectrobes angewiesen - treue Mini-Monster, die jedoch im Sinne Michelangelos erst aus dem Stein befreit werden müssen. Dazu wird sachte mit der Wiimote gebohrt, gefräst und gelasert.


Bei den Streifzügen über den quietschbunten und Krawl-verseuchten Planeten Wyterra erweisen sich die kämpferischen Fossilien, die anfangs jedoch erst einmal aufgepeppelt werden müssen, als wehrhafte Bodyguards. Wie die "Pokémons" sind sie mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Elementarkräften gesegnet. Und mit jedem überstandenen Kampf werden sie mächtiger und helfen zudem beim Lösen kleinerer Rätsel. Aber auch Rallen und Jeena können sich mit Schwert und Magie in den hitzigen Echtzeit-Kämpfen zur Wehr setzen.

Wer den Dreh bei der bewegunssensitiven Steuerung raus hat - mit der Wiimote wird das Spectrobe, mit dem Nunchuck der eigene Held gelenkt - darf verheerende Combo-Attacken starten. Allerdings führt auch wildes Gefuchtel zum Sieg. Nur bei den dickeren Bossgegnern ist etwas mehr Koordination gefragt. Leider versagt hier die Künstliche Intelligenz immer wieder, sodass am besten mit einem Kumpel gezockt wird.

Testergebnisse

Spectrobes: Der Ursprung
Rollenspiel
ca. 50 Euro

Disney Interactive Studios

Gesamtwertung

3/5
befriedigend

Als größter Feind erweist sich jedoch die störrische Kameraführung, die das Geschehen nur selten optimal einfängt. Hinzu kommen eine ausgelutschte Story und ein unausgewogener Schwierigkeitsgrad. Wer die falschen Spectrobes trainiert, steht bald übermächtigen Krawls gegenüber ...

Grafisch bietet "Spectrobes - Der Ursprung" trotz einiger schöner Locations und Effekte nur durchschnittliche Wii-Kost. Dafür stimmt der Umfang mit rund 25 Stunden Spielzeit, wenngleich sich das Geschehen trotz kleinerer Mini-Games schnell wiederholt.





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