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Testbericht

TEST: Samsung ES15 - Digicam für Einsteiger


Christian Rottenegger

27. Juli 2009

Dafür, dass die Samsung ES15 weniger als 100 Euro kostet, bietet sie eine passable Ausstattung. Sie will vor allem Einsteigern gerecht werden, die möglichst wenig Aufwand betreiben und das Handbuch nur im Notfall zur Hand nehmen wollen.

Neben Automatikfunktionen wie Gesichtserkennung und dem Beauty-Shot-Modus, in dem die ES15 Gesichtshaut eigenständig glättet, gibt es weitere 11 Motivprogramme und einige grundlegende Einstellmöglichkeiten.

So kann der Fotograf die Empfindlichkeit bis auf ISO 1600 erhöhen, die Belichtungsmessmethode von mittenbetont auf Spot oder Matrix umstellen und Schärfe, Kontrast sowie Farbsättigung in fünf Stufen regulieren.

Um den Preis auf 95 Euro zu drücken, muss Samsung an einigen Punkten sparen.

Beispielsweise kommt hier nur ein recht kleiner 2,5-Zoll-Monitor zum Einsatz, der zudem bei schwachem Umgebungslicht eine viel zu dunkle und extrem verrauschte Vorschau hervorbringt. Außerdem arbeitet die ES15 mit zwei AA-Batterien/Akkus, für die der Käufer über kurz oder lang zusätzlich Geld ausgeben muss. Da Batterien schwerer und größer sind als ein schlanker Lithium-Ionen-Akku, wiegt die ES15 im Betriebszustand ganze 176 g und misst 94 x 63 x 28 mm. Das weiße Kunststoffgehäuse wirkt einfach, die Bedienelemente mit ihrem unkomfortablen Druckpunkt wenig hochwertig. Zoom und Lupenansicht reagieren träge.

Das Menü ist bedienerfreundlich in ein Schnellzugriffs- und ein Hauptmenü unterteilt. Wer sich dennoch nicht zurechtfindet, wird vom „Foto-Assistenten“ unterstützt. Bei schwierigen Lichtverhältnissen versagte der Autofokus im Test fast bei jedem dritten Versuch. Die Auslöseverzögerung schneidet mit 0,61 s im Weitwinkel und 0,68 s im Tele leicht unterdurchschnittlich ab.

Bildqualität: Die gemessene ISO-100-Auflösung schwankt zwischen 990 und 1422 LP/BH, wobei sie innerhalb eines Bilds zu den Rändern um bis zu 287 LP/BH verliert. Der Visual Noise wird mit 1,7 VN durch ein leichtes Farb- und Luminanzrauschen sichtbar. Der Objektkontrast ist mit 9,0 Blenden gut.

Testergebnisse

Samsung ES15
Samsung
95 Euro

www.samsung.de

62 Punkte

Fazit:Eine günstige Kompakte, mit der auch Einsteiger sofort loslegen können, ohne zuvor die Bedienungsanleitung zu konsultieren.

Die Aufnahmen bei höheren Empfindlichkeiten lassen erheblich nach, vor allem wegen der massiven kamerainternen Verarbeitung, die ganze Bildausschnitte zu einem unstrukturierten, verschwommenen Fleck verlaufen lässt. Dass dadurch das Rauschen nur auf 2,5 VN ansteigt, tritt dagegen beinahe in den Hintergrund. Die Randabschattung liegt in allen gemessenen Brennweitenbereichen bei 0,5 Blenden – okay.

Fazit: Eine günstige Kompakte, mit der auch Einsteiger sofort loslegen können, ohne zuvor die Bedienungsanleitung zu konsultieren. Dass man bei einer Kamera für unter 100 Euro Abstriche in Sachen Ausstattung und Bildqualität (insbesondere bei höheren Empfindlichkeiten) machen muss, versteht sich von selbst.






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